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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Akteure peilen schon nächstes Ziel an

04.10.2017

Donnerschwee Dieser Erfolg wurde am Sonntag ordentlich gefeiert. Wie berichtet, ist das ehemalige Filmtheater „Globe“ auf dem Gelände der früheren Donnerschwee-Kaserne gerettet. Um das denkmalgeschützte Gebäude kaufen zu können, brauchte die gemeinnützige Kulturgenossenschaft Globe bis Ende September 240 000 Euro. Dieses Etappenziel wurde überschritten. Am Stichtag, den 30. September, waren genau 249 847,20 Euro auf dem Treuhandkonto. Mehr als 450 Genossenschaftsmitglieder geben dem Globe-Projekt somit Sicherheit.

Alle sagen „Ja“

„Eigentlich könnte es jetzt losgehen“, sagt Michael Olsen, der mit Dr. Nicola Haßold-Piezunka den Vorstand der Kulturgenossenschaft bildet. Um aber den Kauf des Globe-Theaters schließlich zu vollziehen, müsse sich noch die Lage der benötigten und im Kaufpreis enthaltenen 55 Pkw-Stellplätze klären, so dass einer späteren Betriebserlaubnis des Globe nichts mehr im Wege steht. An dieser Klärung arbeiten der Investor Gerald Breschke und die Stadtverwaltung derzeit intensiv, weiß Olsen. „Denn alle wollen das Globe. Der Investor, der Oberbürgermeister, die Parteien, die Nachbarn und jede Menge Bürgerinnen und Bürger sagen ,Ja’ zum Erhalt des Kinos.“

Wenn es denn morgen losgehen könnte, die Verkaufsverhandlungen inklusive notarieller Beglaubigung abgeschlossen wären und die Baugenehmigung vorläge, würde Michael Olsen zusammen mit dem Architekten Hermann Möhlenkamp (vom Aufsichtsrat der Genossenschaft) zuerst das Dach reparieren. „Das macht Sinn, denn bei uns regnet es ja viel“, sagen sie. Das Dach sei außerdem mit großen Teilen asbestbesetzter Baumaterialien verseucht. Auch das gesamte Gestühl müsse von Feuchtigkeitsschäden befreit werden. Vier Stuhlreihen würden ganz entfernt. Sie sollen Platz machen für eine kleine feine Gastronomie. „Wir wollen nicht kochen und brutzeln, aber leckere Kleinigkeiten wird es bei uns geben“, verspricht Olsen.

Die Lüftungstechnik wird ein großes Thema sein, die nach Schätzung des Architekten allein rund 100 000 Euro kosten wird. Energietechnisch werde man alles so umweltfreundlich wie möglich machen. „Ein Blockheizkraftwerk wird mit Biogas betrieben und die Nutzung von Fernwärme wird eine gewisse Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen sichern“, glaubt Hermann Möhlenkamp.

Wie berichtet, soll aus dem ehemaligen Militärtheater mit Kinomöglichkeit, das 1954 von der britischen Armee auf dem Kasernengelände errichtet wurde, ein Kulturzentrum erschaffen werden. Vom Ordnungsamt möchte man die Erlaubnis an 18 Terminen im Jahr das Globe auch nach 22 Uhr geöffnet zu halten. Brandschutzbestimmungen, Bestimmungen der Denkmalpflege und des Baurechts müssen ebenfalls noch überprüft werden. „Und wenn wir dann Eigentümer sind, werden wir uns intensiv um Fördertöpfe kümmern“, sagt Michael Olsen.

Architekt Hermann Möhlenkamp ist sicher, dass es eine Förderung auf breiter Ebene geben werde. „Das Land, der Bund und auch die EU halten für kulturelles Engagement teilweise lukrative Förderungen bereit“, sagt der Baumeister. Dabei weiß er auch, dass es dabei immer wieder um Nachhaltigkeit und neue Arbeitsplätze gehe. Auch der Inklusionsgedanke spiele eine große Rolle. „Wir wollen uns den Rat schon vorhandener Einrichtungen mit Inklusionserfahrung in Oldenburg einholen“, so Olsen.

Werner Spaeth vom Vorstand des Bürgervereins Donnerschweer begrüßt die Aktion sehr: „Wir in Donnerschweer brauchen so etwas wie eine gehobene kulturelle Einrichtung.“ Michael Olsen hat dazu eine umfangreiche Bedarfsermittlung in Oldenburg durchgeführt. „Alle Kulturschaffende können das Globe nutzen“, verspricht der Künstler. Von Oper über Theater, bis zu Konzerten mit symphonischen Ausmaßen seien ebenso möglich wie Kabarett, Musicals und Vorträge, so sein Konzept. Auch Gottesdienste könne man hier feiern. Das Gebäude verfügt über einen Theatersaal mit 404 Plätzen, Schnürboden und Orchestergraben, Kinoleinwand und Projektionsraum.

Viele gute Ideen

Wenn alles nach Wunsch verläuft, will man am 1. Januar 2020 die reguläre Arbeit aufnehmen. Olsen und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben viele gute Ideen. Neben dem Kauf von Genossenschaftsanteilen sind auch „normale“ Geldspenden an die Kulturgenossenschaft weiterhin möglich. Die ist, wie berichtet, seit Ende August als gemeinnützig anerkannt, und darf also Spendenbescheinigungen ausstellen.

Kontakt per Mail an info@globe-oldenburg.de oder Tel. 92 37 11 90.


Mehr Infos unter   www.globe-oldenburg.de 
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