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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Donnerschweer wollen Turnhalle behalten

17.05.2018

Donnerschwee Was macht eine Stadtverwaltung, wenn sie zu einer Bürgerversammlung einlädt und sich alle Teilnehmer gegen das Vorhaben der Stadt aussprechen? Auch wenn es nur zwölf Personen waren, die zur Information über den „Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 58 (ehemalige Donnerschwee-Kaserne/Georg-Elser-Straße)“ in der IGS-Flötenteich erschienen: Es war niemand dabei, der den Abriss der Sporthalle befürwortete. Im Gegenteil: Alle waren der Meinung, dass die Sporthalle auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee Kaserne besonders für die Jugendlichen in dem Stadtteil und für die vielen Familien mit Kindern unerlässlich sei. „Es gibt für unsere Jugendlichen in der Umgebung keine Alternative, die werden auf der Straße rumhängen“, befürchtete man. Auch Gerti Suntrup, ehemalige Ratsfrau (SPD), plädierte offen für den Erhalt. „Es sind viele junge Familien zugezogen. Wir müssen was für die Kinder machen“, so Suntrup. Die Sanierung der Sporthalle ist aber nach Meinung der Stadt zu kostenintensiv, weil alte Technik und Sicherheitsstrukturen nicht mehr heutigen Ansprüchen genügen. Weder der Vorschlag für eine andere Halle in der Nähe noch die Idee, eine kleinere Halle und ein kleineres Wohnprojekt an gleicher Stelle zu bauen, fand Zustimmung. Am Anne-Frank-Platz könnte man alternative Sport- und Spielmöglichkeiten für Jugendliche schaffen, wurde weiterhin vorgeschlagen.

Melanie Witt von der Regionalplanung Diekmann & Mosebach und Architekt Philipp Möhlenkamp erläuterten das Projekt. Das geplante Vorhaben liegt auf dem Areal der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne. Der Grundstückseigentümer, die Parkresidenz Oldenburg, plant den Abbruch der Sporthalle, um 36 Wohnungen und eine Tiefgarage mit 43 Stellplätzen zu bauen. Das Gebäude ist dreigeschossig geplant mit ausgebautem Spitzboden. Zum Globe Kino wird ein größerer Abstand als jetzt gewahrt, damit das historische Gebäude besser zur Geltung kommt. Die Erschließung der Wohnungen soll fußläufig über die nördliche Gebäudeseite erfolgen. Die verkehrstechnische Erschließung der Tiefgarage ist über die geplante Zufahrt an der Straße Beverbäker Wiesen vorgesehen. Dabei wird anteilig der geplante Rad- und Fußweg südlich des Globe Kinos gekreuzt.

Zehn Prozent der Wohnungen sollen als preiswerter Wohnraum für Personen mit Wohnberechtigungsschein angeboten werden. Und die dürfen nur in Ausnahmefällen außerhalb des Projektes liegen. Die Baukosten der Tiefgarage übernimmt der Investor. Den Unterhalt bezahlen die Betreiber des Globe. Ein Tiefgaragenplatz kostet rund 20 000 Euro. „Ganz grob geschätzt“, meinte Christopher Festersen, Leiter des Stadtplanungsamtes. Der Grund dafür ist der hohe Grundwasserspiegel in Oldenburg. Die Tiefgaragenplätze sind für die Besucher des Globe Kinos mit einer Eintrittskarte t frei, ansonsten werden Gebühren erhoben. Die Anzahl der oberirdischen Parkflächen für die Bewohner der neuen Anlage sind entsprechend dem gesetzlichen Bestimmungen angeordnet.

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