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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bürgerverein wünscht sich einen Wald

06.04.2018

Donnerschwee Der Grünstreifen entlang der Beverbäke zwischen Messestraße und Maastrichter Straße ist nicht gerade das, was die Donnerschweer als „schöne Ecke“ bezeichnen würden. Einmal im Jahr parken dort die Autos der Kramermarkt-Besucher, den Rest des Jahres wickeln die Hunde des Stadtteils dort ihren Stoffwechsel ab. „In den 1980er Jahren wurde der Wanderweg an der Beverbäke mal etwas fester angelegt und erhielt einige Bänke“, erzählt Sigrun Spaeth, Vorsitzende des Bürgervereins Donnerschwee. „Aber die sind mittlerweile auch verrottet.“

Das muss nicht so bleiben, findet man im Bürgerverein. „Was fehlt, ist nutzbares Grün“, sagt Sigrun Spaeth. Ihr Traum wäre ein kleiner Wald auf der Fläche zwischen der Beverbäke und der Parkplatzabfahrt von der Weser-Ems-Halle. „Das wäre aus unserer Sicht eine ideale Ausgleichsfläche für die jüngsten Rodungen an der Maastrichter Straße“, findet die Vereinsvorsitzende. „Ein Wald wäre auch ein guter Lärmschutz für die Anwohner hinter der Beverbäke.“ Ihr Ehemann Werner Spaeth, zugleich Schriftführer des Bürgervereins, sieht auch eine finanzielle Möglichkeit: die Walderhaltungsabgabe. Nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) muss die Stadt wegen der Rodung rund 127 000 Euro für die Aufforstung neuer Flächen bereitstellen.

Der Bürgerverein hat sich mit seinem Anliegen an die Ratsfraktionen und an die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung gewandt. „Die Werbegemeinschaft Donnerschwee würde es ebenfalls unterstützen, als Aufwertung des Stadtteils“, weiß Werner Spaeth. Die Stadtverwaltung scheint sich dagegen nicht generell zu sperren, sieht aber für den Vorschlag der Spaeths keine Perspektive. „Die Waldumwandlungsabgabe ist nicht das geeignete Instrument für die Anlegung einer vielfältig nutzbaren, öffentlichen Grünfläche, wie sie dem Bürgerverein vorschwebt“, betont Klaus Büscher, Leiter des Amts für Umweltschutz und Bauordnung. Ein Problem ist laut Büscher auch die Größe der Fläche. Denn für das Geld müsste ein gleich großes Waldstück wie das gerodete aufgeforstet werden: 4,5 Hektar. Der Streifen an der Beverbäke brächte es nur auf einen Hektar. Im Gespräch mit den Spaeths signalisierte die Behörde aber auch Bereitschaft, das Anliegen des Bürgervereins weiter zu verfolgen und sich um Mittel aus anderen Bereichen zu bemühen. Für das laufende Haushaltsjahr sei dies aber nicht mehr möglich.

Ein weiteres Problem liegt buchstäblich auf der anderen Seite der Beverbäke: Die Moorriem-Ohmsteder Sielacht (MOS) hat einen gesetzlich begründeten Anspruch auf einen zehn Meter breiten Seitenstreifen, um die Gewässer pflegen zu können. Der Bürgerverein sucht deshalb auch den Kontakt zur MOS und hat deren Vertreter zum Donnerschweer Bürgertreff im Juni eingeladen, um weiter auszuloten, was an der Beverbäke möglich ist.

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Moorriem-Ohmsteder Sielacht | Kramermarkt

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