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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Umwelt: Der Herr der Abwasserwerte im Klärwerk

04.11.2020

Donnerschwee Ihn interessiert besonders, was andere Menschen nicht so gerne beachten. Jürgen Wachtendorf leitet seit fast 20 Jahren das Abwasserlabor des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) in direkter Nachbarschaft zur Kläranlage in Oldenburg.

„Für mich ist das nicht nur ein Job, es ist wirklich mein Beruf. Ich komme jeden Tag gerne her, das macht mir einfach Spaß und ist gleichzeitig mein Hobby. Dafür lebe ich und muss nicht noch extra Fallschirmspringen“, erzählt der 51-Jährige augenzwinkernd. Fast wäre Wachtendorf allerdings auf einer anderen Stelle in einem gänzlich anderen Berufsfeld gelandet. Nach seiner Ausbildung als Milchwirtschaftlicher Laborant leistete er seinen Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz im Rettungsdienst und wäre fast dort geblieben. Statt einer Karriere als Lebensretter folgte dann jedoch ein Studium der Chemietechnik an der Fachhochschule Ostfriesland in Emden. Die Frage, wo er seine Diplomarbeit schreiben könne, beantwortete indirekt seine damalige Freundin und heutige Ehefrau: „Guck mal, in Nethen bauen die ein Labor.“ „Die“, das war in diesem Fall der OOWV und das benannte Labor ist heute das Trinkwasserlabor des Wasserverbands. Eine Bewerbung später hatte Wachtendorf ein Vorstellungsgespräch im OOWV-Wasserwerk Aurich. „Als ich in Aurich nach dem Weg zum Wasserwerk fragte, wurde ich in Richtung des markanten Wasserturms geschickt. Ich war früh dran und habe daher noch in Ruhe einen Kaffee getrunken. Kurz vor dem Gesprächsbeginn bin ich dann am Wasserturm gewesen – und blickte in fragende Gesichter. Vor Ort war damals die OOWV-Betriebsstelle, das Wasserwerk befand sich bereits seit über 15 Jahren etwas außerhalb der Stadt. Mir wurde dann mit ostfriesischer Seelenruhe ein Stadtplan kopiert und mir mein Ziel eingezeichnet. Schweißgebadet und viel zu spät kam ich dann am Wasserwerk an. Eingestellt wurde er trotzdem.

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Mit dem Diplom in der Tasche arbeitete er zunächst für sechs Jahre im Trinkwasserlabor in Nethen. 2001 wechselte er dann zum Abwasserlabor Oldenburg. „Sensorisch war das eine ziemliche Umstellung“, scherzt der Familienvater. „Bereut habe ich den Schritt aber nie.“ Das liegt auch daran, dass sich die Aufgaben zwar nicht sonderlich geändert haben, die Auflagen aber immer strenger und die eingesetzte Technik immer besser geworden ist. Wachtendorf und sein Team analysieren täglich die Proben der Kläranlage Oldenburg sowie anderer OOWV-Kläranlagen und helfen dabei, nachzusteuern, wenn es nötig ist. Zudem rückt der gesamte Themenbereich „Abwasser“ immer mehr in den öffentlichen Fokus. Arzneimittelrückstände, Hormone, Mikroplastik, multiresistente Keime – Langeweile kommt da selten auf.

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