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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Klärschlamm auf Schiff verladen

19.10.2019

Donnerschwee Runter von der Straße, rauf aufs Schiff und die Nerven der Anlieger schonen: Der Bürgerverein Donnerschwee lässt nicht locker und fordert den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband als Betreiber der Kläranlage an der Wehdestraße erneut auf, den Klärschlamm von der Anlage mit einem Schiff über die Hunte Richtung Bremen zur Verbrennungslage zu transportieren. Das hat der Bürgerverein Donnerschwee in seiner Vorstandssitzung besprochen.

Der OOWV hat diese Möglichkeit intensiv geprüft, teilte der Verband am Freitag auf Nachfrage der NWZ mit. Der Anleger von Seiten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremen sei aber ausschließlich der Berufsschifffahrt vorgehalten. Hier habe die Schifffahrt jederzeit die Möglichkeit, festzumachen. Da selbst das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt keinen Einfluss auf die Belegungszeiten der Liegestelle habe, sei ein planbares Anfahren an der Spundwand nicht möglich.

Insofern könne die vorhandene Spundwand nicht zum Verladen von Klärschlamm genutzt werden. Ein Neubau zum Verladen von Klärschlamm wäre notwendig. Dies wäre theoretisch nur noch im Bereich des Deiches möglich und sei daher aus genehmigungsrechtlichen Gründen unrealistisch.

Neben der eigentlichen Verladestelle wäre ein komplexes Verladesystem erforderlich, so der OOWV weiter. Dies beinhalte den Bau einer gekapselten Bandförderanlage mit mehreren Übergabepunkten, die im Vordeichbereich hochwassersicher aufzuständern wäre. Die Verladung müsste höhenflexibel gestaltet werden, um den Tideneinfluss auszugleichen.

Neben der Verladung seit auch die Entladung des Klärschlammes technisch komplex. Die Entladung müsste mittels Feststoffpumpe und automatisierter Zuführeinrichtung erfolgen.

Der Prozess der Klärschlammverbrennung verlaufe kontinuierlich. Daher sei eine im weitesten Sinne kontinuierliche Anlieferung notwendig. Die mittels Schiff zu transportierenden Klärschlammmengen erforderten Aufgrund der hohen Menge eine Zwischenlagerung des Klärschlammes. Zusätzlich zu dem vorhandenen Lager auf der Kläranlage Oldenburg wären somit Lager vor Ort zu genehmigen und zu errichten.

Bei höheren Wasserständen und extremen Niedrigwasser sei dieser Transportweg nicht möglich, daher sei eine Entsorgungssicherheit in diesen Zeiten nicht gegeben.

„Neben den genannten Herausforderungen ist aus unserer Sicht auch bei der Logistik mit erhöhten Aufwand zu rechnen. Insbesondere die Anforderungen zur Reinigung des Schiffes für einen nächsten Transport aber auch die Sicherung der Umwelt bei Be- und Entladung sind anspruchsvoll“, teilt der OOWV weiter mit.

Im Ergebnis erfordere diese Transportvariante technisch und organisatorisch bedingt derart aufwendige Bau- und Betriebsmaßnahmen, dass diese aktuell nicht weiter verfolgt werde.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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