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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Droht auch Huntebrücke der Abriss?

27.02.2015

Oldenburg Die Huntebrücke im Zuge der A 29 könnte in den nächsten Jahren zu einer Riesenbaustelle werden. Nach Informationen der NWZ  droht der Abriss, da das 440 Meter lange und 30 Meter hohe Bauwerk – ebenso wie die Brücke über die Alexanderstraße – den steigenden Belastungen des Schwerlastverkehrs nicht mehr gewachsen ist. Nach Angaben von Joachim Delfs, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Er bestätigte aber eine erkannte „Verminderung der Tragfähigkeitsreserven“.

Einsturzgefahr bestehe nicht, betont Delfs. „Niemand muss Angst haben, wenn er über die Brücke fährt.“ Dennoch: Als Reaktion auf die baulichen Defizite trifft die Verkehrsbehörde Vorsorgemaßnahmen. So werden in den nächsten Wochen Schilder aufgestellt, die den Lastwagenfahrern das Überholen verbieten. Überdies ordnet die Behörde in nächster Zeit an, dass Lkw und Kleinlaster einen Mindestabstand (voraussichtlich 50 Meter) zu den vorausfahrenden Fahrzeugen einhalten müssen. Schon seit einigen Jahren ist Schwertransporten ab einer bestimmten Größe die Überfahrt verboten.

Nach Angaben von Delfs haben Experten herausgefunden, dass der vor 30 bis 40 Jahren beim Brückenbau verwendete Spannstahl nur noch „ein vermindertes Tragverhalten“ besitzt. Ob die mehr als 36 Jahre alte Brücke verstärkt werden kann oder erneuert werden muss, will die Landesverkehrsbehörde in Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium klären. Dies soll im Frühjahr geschehen.

Seit Oktober 1978 fließt der Verkehr über die Huntebrücke. Das Bauwerk mit seinen gewaltigen Dämmen durch die Niederung im Osten der Stadt fällt nicht nur hinsichtlich Höhe und Länge aus dem Rahmen von Verkehrsprojekten, wie sie im Flachland üblich sind. Allein für die Fundamente und Widerlager wurden rund 5000 Kubikmeter Stahlbeton verarbeitet. Wenn man die Gewichte aller bei der Brücke verwendeten Baustoffe addiert, errechnet sich ein Gesamtgewicht von etwa 45 000 Tonnen.

Bei ihrer Freigabe war die Huntebrücke die zweithöchste Straßenbrücke in Niedersachsen. Die Baukosten beliefen sich auf 16 Millionen DM (etwa acht Millionen Euro). Den unter der Kappe des westlichen Überbaus angebrachten Fußgängersteg zahlte damals die Stadt.

Die Arbeiten am Bau der Huntebrücke standen übrigens unter keinem guten Stern. In der Bauphase ereigneten sich vier folgenschwere Unfälle. Dabei kamen 1977 zwei Bauarbeiter ums Leben.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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