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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Dunkelheit in der Nacht ist für die Gesundheit besser

03.12.2019
Betrifft: „Wie hell ist Oldenburg im Dunkeln?“ (NWZ vom 2. Dezember); über einen Test der NWZ zur Helligkeit von Laternen in verschiedenen Straßen im Stadtgebiet

Leider kann ich Ihre Forderung nach „Bitte mehr Licht“ absolut nicht nachvollziehen. Es gibt beeindruckende Bilder aus dem Weltall, die unsere schöne Erde bei Nacht zeigen. Darauf kann man erkennen: Es gibt eigentlich zu viel Licht in der Nacht. Wozu brauchen wir denn das ganze Licht?

All die Reklamen und sonstigen Beleuchtungen sowie die ununterbrochen beleuchteten Schaufenster und Büros, selbst wenn sich niemand in dem Gebäude aufhält. Ist das denn wirklich nötig? Aber alle reden von Klimawandel und Ressourcen sparen, ist klar.

Eine ganz einfache und effektivere Möglichkeit, sich trotz fehlender ausreichender Straßenbeleuchtung durch die Straßen zu bewegen, ist übrigens eine Taschenlampe! Das stört dann auch nicht die „normalen“ Anwohner, die nachts gerne ohne Beleuchtung schlafen möchten.

Im Übrigen gibt es auch keine Statistik, die beweist, dass es im Dunkeln zu mehr Einbrüchen und Diebstählen kommt, ganz im Gegenteil: Nicht einmal 15 Prozent aller Einbruchsdiebstähle geschehen zur Nachtzeit und in den frühen Morgenstunden.

Also: Weniger ist mehr.

Jannek Kruse Oldenburg

Vielen Dank für den interessanten Bericht und den Hell-Dunkel-Vergleich über die Jahre. Sie fragen nach unserer Meinung? Meine ist folgende:

Wenn Nacht ist, ist Nacht. Das darf man merken, zum Beispiel durch Dunkelheit. Man kann sich sogar darüber freuen, denn wann nur kann man einen fantastischen Sternenhimmel sehen? Genau: wenn es dunkel ist.

Meine Sorge ist aber noch eine andere. Gerade im ländlichen Raum oder auch in den Randgebieten von Oldenburg wirkt Licht auf Nachtfalter wie ein Staubsauger. Die Nachtinsekten werden aus dem Dunkel der Umgebung magisch von den Lichtquellen angesogen und erschöpfen sich an ihnen.

Beispiel: In der Nähe von Düsseldorf wurden 1949 in einer einzigen Nacht 50 000 Nachtfalter in einer Falle gefangen. 1979 wurden ebenfalls 50 000 Nachtfalter in einer Falle gefangen, allerdings von Mai bis September - entsprechend 370 Nachtfalter pro Nacht und Falle.

Im Jahr 2000 fing man dort noch 22 Nachtfalter pro Nacht und Falle und 2008 waren es rechnerisch noch 2,3 Nachtfalter pro Nacht und Falle. Innerhalb von nur 60 Jahren bedeutet das einen Rückgang um mehr als 99,9 Prozent! Wenn man dann noch weiß, dass sich zum Beispiel Fledermäuse vorwiegend von Nachtfaltern ernähren, kann man sich ausmalen, wie es um diese bestellt sein muss, wenn sie nichts mehr zu fressen finden.

Hoffen lässt die vermehrte Nutzung von insektenfreundlichem LED-Licht. Und wenn einem zu dunkel ist auf dem Gehweg, kann man eine Taschenlampe mitnehmen. Nachtfalter und Fledermäuse werden es danken!

Susanne Grube Westerstede

Extrem schlecht beleuchtet ist es nach meiner Erfahrung auf der Ammerländer Heerstraße zwischen katholischem Friedhof und Kreuzung Uhlhornsweg!

Hier sind sehr viele Schüler und Studenten unterwegs und auf den Fuß- und Radwegen kommt so gut wie kein Licht der veralteten Straßenbeleuchtung an!

Axel Bruns Oldenburg

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