• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Dunkler Schatten über LED-Leuchten

09.04.2016

Osternburg /Wechloy Die Stadtverwaltung stellt den LED-Leuchten kein gutes Zeugnis aus. Im Gegenteil: Zu teuer, zu dunkel, zu kurzlebig. Dieses Fazit lässt nach Angaben von Verkehrsamtsleiter Bernd Müller ein Versuch mit 217 Leuchten zu, die im Bereich Alexandersfeld, Bümmersteder Tredde, Auguststraße/Ziegelhofstraße, Osternburger Kanal, Bahnhaltepunkt Wechloy, Am Schießstand und an der Kaiserstraße/Staupromenade aufgestellt wurden.

„Die LED-Straßenleuchte ist gegenüber der Kompaktsparleuchte in Wohnstraßen mit 42 Watt nicht wirtschaftlicher“, beschreibt Müller die Energiebilanz. Der Stromverbrauch sei bei vergleichbarer Ausleuchtung der Verkehrsfläche nur geringfügig geringer (ca. 10 Watt/je Leuchte). Die Anschaffungskosten seien dagegen um 250 Euro pro Leuchte wesentlich höher.

„Die Lebensdauer der LED-Leuchten wird von den Herstellern mit 50 000 Brennstunden angegeben. Tatsächlich sind in den oben genannten Probegebieten die ersten Ausfälle schon nach 20 000 Stunden aufgetreten“, beschreibt der Verkehrsamtsleiter die schlechten Erfahrungen mit den LED-Leutchen weiter. Außerdem sei festgestellt worden, dass die Lichtleistung bei einigen LED-Leuchten weit vor Ablauf der angegebenen 50 000 Brennstunden stark nachgelassen habe. Die Ursache werde zurzeit vom Leuchtenhersteller geprüft.

Der frühzeitige Ausfall der LED-Leuchten werde auch in anderen Kommunen beobachtet (z.B. Hannover, Rastede, Edewecht, Papenburg und Esens). Insofern habe sich die Strategie der Stadt Oldenburg, beim Einsatz von LED vorsichtig zu sein, als richtig erwiesen.

Zudem koste bei einem Ausfall der LED-Leuchtmittel der Austausch rund 500 Euro, bei der Standardleuchte würden nur 15 Euro fällig – und dies bei einer geringen Stromersparnis von nur zehn Watt.

LED-Leuchten in Hauptverkehrsstraßen seien aufgrund der hohen Anschaffungskosten und der geringen Stromersparnis gegenüber energieeffizienten Metalldampflampen ebenfalls noch nicht wirtschaftlich, erklärt Müller weiter.

Aus diesen wirtschaftlichen Betrachtungen sei der großflächige Einsatz von LED-Leuchten im Stadtgebiet momentan nicht zu rechtfertigen. Die Stadtverwaltung werde aber weiterhin die technische Leistungsentwicklung und Wirtschaftlichkeit der LED-Leuchten überprüfen und in ausgewählten Probestraßen LED-Leuchten einsetzen.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2104
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.