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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Einstimmig für Naturschutzgebiet

16.02.2013

Oldenburg Seit Jahren beschäftigt der Fliegerhorst die Oldenburger Politik. Jetzt soll dort, wo einst Jagdbomber starteten, ein Naturschutzgebiet entstehen. Der Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima gab am Donnerstagabend grünes Licht, am Montag soll der Verwaltungssauschuss folgen.

Das Naturschutzgebiet „Alexanderheide“ soll eine Größe von etwa 39 Hektar haben. Es schließt den nordöstlichen Teil der Start- und Landebahn ein. In der Verordnung der Stadt, die dem Ausschuss vorgelegt wurde, heißt es, dass sich durch die jahrzehntelange Nutzung und Pflege der militärisch genutzten Flächen auf den mageren Sandböden wertvolle und teilweise in Oldenburg einzigartige Pflanzengesellschaften ansiedeln konnten. Diese sollen zukünftig geschützt werden. Der Antrag zur Unterschutzstellung des Gebietes wurde im Mai 2011 eingebracht.

Stadtbaurätin Gabriele Nießen betonte, dass die geplante Erschließung des restlichen Areals das Naturschutzgebiet nicht berühren werde.

Auch die Tiere, die sich den Bedingungen des Areals angepasst haben, sollen erhalten werden. Dazu zählen Brutvögel, wie Federlerche, Kuckuck oder Grünspecht, Laufkäfer, Amphibien, Tagfalter und Heuschrecken. Einige dieser Arten gelten als besonders gefährdet.

Gefahr besteht auf dem ehemaligen Militärgelände allerdings für Menschen. Bei jedem Eingriff in den Boden des Fliegerhorstes muss der Kampfmittelräumdienst angefordert werden, so die Verwaltung.

Der Beschluss, das Verfahren in Gang zu bringen, fiel im Ausschuss einstimmig aus – allerdings nicht ohne vorherige Diskussion. Grünen-Fraktionssprecher Sebastian Beer gab zu bedenken, dass man den Einwohnern der Wagenburg mit dem Beschluss vor den Kopf stoßen könnte, schließlich sei der Fliegerhorst als möglicher neuer Standort gehandelt worden. Zwar hätten die Wagenburger kein Interesse an dem Areal gezeigt, dennoch gebe es in den Verhandlungen über einen neuen Standort „hohes Konfliktpotenzial“. Nießen sah das ähnlich und betonte: „Der Beschluss macht eine Ansiedlung der Wagenburg nicht unmöglich.“

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