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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Elefanten und Giraffen erobern Herzen

20.07.2017

Oldenburg Besorgt sieht Sascha Grodotzki in den Himmel. „Wenn es regnet und das Zelt noch nicht steht, haben wir ein Problem.“

Nach sechs Jahren ist der Circus Voyage wieder zu Gast in Oldenburg. Das Programm hier besteht nicht nur aus den Vorführungen, sondern auch aus der Tierschau, die am Mittwoch stattfand. „Die Tierschau dient der Transparenz und natürlich ist sie auch zum Beantworten von Fragen da“, erzählt Grodotzki. Damit sich die Besucher selbst ein Bild von der Tierhaltung machen können, ist die Schau kostenfrei.

Ein Highlight des Zirkus sei seine Tiervielfalt, meint Grodotzki. Die afrikanischen Elefanten und natürlich auch die Giraffen seien nicht selbstverständlich für einen Zirkus. „Wir leben hier so nah zusammen mit den Tieren, dass eine schlechte Tierhaltung gar nicht in Frage kommen würde. Dann könnten wir nicht sicher in unseren Wohnwagen schlafen“, witzelt Grodotzki. Die Elefanten hätten deswegen beispielsweise eine besondere Gehegekonstruktion, die ihnen zu Tag- und Nachtzeiten Freilauf erlaube. Für das Flusspferd gibt es zudem ein großes Becken, in dem es wegen der warmen Temperaturen am Mittwoch während der Tierschau lieber badete.

„Die Tiere mögen die Menschen und die Abwechslung. Wenn sie in der Winterpause vier Wochen lang nur uns sehen, langweilen sie sich schnell.“ Tatsächlich gehen die Tiere kontaktfreudig auf die Menschen zu. Die Giraffen greifen mit ihren langen blauen Zungen nach den Leckereien, die Besucher ihnen mitgebracht haben. Sobald die nasse Zunge jedoch die Hand berührt, schrecken die Kinder und Erwachsenen zurück.

„Es ist wichtig für uns, die Tierhaltung ganz transparent zu bewahren. Das hilft, Zweifel zu beseitigen.“ Tatsächlich sind viele gekommen, um einen Blick hinter die Kulissen des Circus Voyage zu werfen. Ob sie jedoch die Elefanten füttern wollen oder sich wirklich für die Tierhaltung interessieren, das bleibt ungewiss. Was jedoch deutlich wird, ist, dass die Tiere sehr menschenfreundlich sind. Die Elefanten strecken neugierig ihren Rüssel über den Zaun und die Pferde stehen alle vorne in ihren Boxen.

„Letztens hat sich die Elefantendame eine Schubkarre geschnappt und daran herumgeknabbert. Die Elefanten sind wie kleine Kinder: total neugierig“, lächelt Grodotzki. Er wirkt, wie er es auch selbst beschreibt, sehr verbunden mit den Tieren. „Das kann man wahrscheinlich nur nachvollziehen, wenn man selbst ein Haustier hat.“

Der Zirkus gastiert von Donnerstag, 20. Juli, bis Sonntag, 30. Juli, an den Weser-Ems-Hallen und bringt eine „Circus unter Wasser“-Show mit. Hierbei wird in einer Wassermanege mit 150 000 Litern Wasser die Geschichte der Meerjungfrau Alicia erzählt. Sie behauptet, Menschen im heutigen Zeitalter würden keine Poesie und Fantasie mehr benötigen. Vor Zorn verwandelt sie Neptun daraufhin in eine Meerjungfrau. Um nicht ihr Leben lang in dieser Gestalt zu bleiben, bekommt sie die Aufgabe, dem Publikum Poesie, Fantasie und Spaß nahezubringen. Sie holt sich dazu Hilfe von ihren Freunden, den internationalen Artisten und dem Clown Peppino.

Nach der Pause geht es dann mit einer Reise in „tierischer Begleitung“ durch Afrika, Asien und Amerika weiter. Es tritt beispielsweise Superstar Nico mit seinem Team in der Motorradkugel auf und Leonardo, der zu den weltweit jüngsten Seiltänzern gehört, beeindruckt mit gewagten Sprüngen.

Tickets sind online unter circus-voyage.de/tickets, mittwochs bis samstags von 11 bis 12 Uhr an den Zirkuskassen und 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn erhältlich.