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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Eltern kritisieren Anstieg der Kita-Beiträge

14.11.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T18:10:58Z 280 158

Kinderbetreuung:
Eltern kritisieren Anstieg der Kita-Beiträge

Oldenburg Was ist gerecht? Was ist sozial verträglich, wie man heute so schön sagt? Diese Fragen blieben nach der Informationsveranstaltung über die neuen Elternbeiträge für Kita-Plätze unbeantwortet.

Der Einladung des Stadtelternrates Kita zur Delegiertenversammlung ins Alte Gymnasium folgten am Dienstagabend mehr als 70 Eltern. Elfie Finke-Bracker, Leiterin Fachdienst Kindertagesbetreuung, und Bernhard Freese, im Jugendamt zuständig für die Finanzen, erläuterten die neuen Beiträge. Sie gelten ab dem Kita-Jahr 2014/2015 und wurden im Sommer vom Rat der Stadt beschlossen (die NWZ  berichtete).

Zankapfel war vor allem die Art der Staffelung nach dem Bruttoeinkommen. Freese erklärte: „Die Elternbeiträge waren bisher sehr unausgegoren.“ Eltern hätten unterschiedliche Beiträge bei verschiedenen Trägern für gleiche Leistungen bezahlt, die Geschwisterermäßigung sei unzureichend gewesen. Nun gebe es mehr soziale Gerechtigkeit, kinderreiche Familien werden entlastet. Zudem hoben Freese und Finke-Bracker die einheitlichen Beiträge – für Betreuung in Krippe, Kindergarten oder Tagesmutter – hervor.

Die Eltern störten sich vor allem an den Bemessungsgrenzen. Viele befürchten, mit zwei Einkommen leicht über die 60 000-Euro-Grenze – und damit in die höchste Stufe – zu kommen, obwohl netto wenig übrig bleibe. Der Vorwurf, die Masse statt der Spitzenverdiener werde getroffen, wurde laut. Zudem hatten sich einige im Saal eine plötzliche Erhöhung der Beiträge bis zur Verdoppelung ausgerechnet. „Nicht nur das scheint die Lebenswirklichkeit vieler Eltern völlig unzureichend zu berücksichtigen“, so auch Christine Prokop, Vorsitzende des Stadtelternrates Kita.

Die Vertreter der Stadt verwiesen auf die politische Entscheidung und darauf, dass die genauen Auswirkungen der Beitragsumstellung nach einem Jahr überprüft werden sollen.

Elfriede Finke-Bracker, verwies zudem auf die bessere Qualität. So finanziere die Stadt zum Beispiel die Hauswirtschaftskräfte und Vertretungskräfte in Kindertagesstätten. Zudem würden Kitas im neuen System alle gleich gefördert. „Sie können künftig alle das gleiche leisten“, erläuterte sie.

Am Ende des Vortrags blieben die meisten Eltern unzufrieden zurück. „Wir sind der Überzeugung, dass die neuen Elternbeiträge keine Verbesserung für Familien in Oldenburg hervorbringen“, resümierte Prokop.