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Aktualisiert vor 2 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Erkrankte Kastanie muss gefällt werden

13.08.2015

Bürgerfelde Nun geht wohl doch alles ganz schnell. Lange Zeit hat Jürgen W. (Name ist der Redaktion bekannt) besorgt beobachtet, wie die mächtige Kastanie vor seinem Haus in der Londoner Straße immer mehr vergammelte und Schäden an Straßenlaterne sowie Mauerwerk anrichtete. Erst als die NWZ  bei der Grundstückseigentümerin, die Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), nachfragte, kam entscheidende Bewegung in die Sache.

Wie angekündigt, hatte die Bima zum Wochenbeginn einen Ortstermin mit einem Experten angesetzt. „Der Baum ist krank und muss weg“, gibt Jürgen W. das Urteil des Fachmanns wieder. Der Anlieger sieht sich in seiner Annahme bestätigt und weiß nun auch, was der Baum hat: „Die Kastanie verblutet.“

Wie berichtet, waren dem 68-Jährigen längst die aufgeplatzten Stellen der Rinde aufgefallen. „Da ist alles feucht“. Seine Sorge war, dass der Baum irgendwann umfällt und möglicherweise einen Menschen verletzt oder gar tötet. Er sei gegen sinnloses Abholzen, betont der Bürgerfelder. Aber in diesem Fall müsse die Säge ansetzen. Und nun ist Jürgen W. froh darüber, dass die Sorgen bald ein Ende haben.

Der Krankheitserreger, der den Baum verbluten und letztlich sterben lassen würde, befällt seit etwa Mitte der 1990er Jahre immer mehr Rosskastanien auch in Deutschland. „Pseudomonas syringae pv. aesculi“, so der korrekte Name des gefräßigen Bakteriums. „Diese Krankheit hat der Baumsachverständige auch an der Kastanie festgestellt“, berichtet der Anwohner. Einer Vertreterin der von der Bima eingesetzten Hausverwaltung (Treureal und Baugrund) habe vor Ort notiert, dass der Baum gefällt werden müsse. „Jetzt muss für die Fällarbeiten erst einmal ein Kostenvoranschlag eingeholt werden. Das kann also noch dauern, bis hier wirklich etwas passiert“, sagt der Bürgerfelder. Mit „blutenden“ Kastanien hat man in Oldenburg bereits Erfahrung. Im vergangenen Jahr ließ die Stadt zwei dieser Bäume, die zwischen 80 und 100 Jahre alt waren, auf dem Haarenesch-Sportplatz fällen (NWZ  berichtete). Auch hier waren schwarz verfärbte nässende Bereiche aufgetreten, die Rinde der Stämme war zum großen Teil abgestorben und löste sich. Als Ursache des Kastaniensterbens wurden seinerzeit vor allem Bakterien (Pseudomonas) und Phytophthora-Arten (Pilze) verantwortlich gemacht.

Bei der Überprüfung der Kastanie in der Londoner Straße durch das städtische Umweltamt kam man aber nicht auf diese Diagose: Ein mittelstarker Befall von Minimiermotten wurde festgestellt.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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