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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Erlebnisse und soziale Marktplätze bieten

06.06.2014

Oldenburg Nur mit Emotionen und Wohlfühl-Erlebnissen beim Einkaufen kann der Einzelhandel gegen den E-Commerce punkten. So zumindest sieht es der Hamburger Unternehmer Dr. Kersten Rosenau, der am Donnerstagabend als Gast der Reihe „Famila-Talk – live“ von Centermanager Lutz Herbst in dem Wechloyer Verbrauchermarkt begrüßt wurde.

„Dead Retail Walking – steht das Ende des Einzelhandels bevor?“ hatte Rosenau seinen Vortrag provokant überschrieben. Zwar glaubt er nicht daran, dass alle Lichter in Läden, Kaufhäusern und Supermärkten ausgehen, doch eine große Gefahr sieht er auf jeden Fall.

Und mit magischem Licht kennt sich der gelernte Jurist, der viele Jahre an der Universität Hamburg lehrte und als CDU-Politiker zehn Jahre lang in der Bürgerschaft saß, aus. Denn er gründete die Firma „First Christmas“, die weltweit Shopping-Malls und Einkaufs-Arkaden in der Vorweihnachtszeit ausstattet. Der Name „Erstes Weihnachten“ ist dabei ganz bewusst gewählt, denn die Kunden sollen staunen wie jemand, der sein erstes Christfest feiert – mithin einen magischen Moment erlebt.

Aus Sicht von Rosenau muss sich der traditionelle Handel auf seine Stärken besinnen und vor allem aufwachen, um beim immer härteren Wettbewerb gegen den Online-Handel zu bestehen. Als Irrweg sieht er die reine Optimierung der technischen Abläufe bei der Bedarfsdeckung.

„Man kann dem E-Commerce etwas entgegensetzen“, erklärt Rosenau, „der klassische Einzelhandel, ob im Center oder in der Innenstadt, kann – und muss – weiterleben, aber dafür muss etwas geschehen!“

Städte und Einkaufscenter müssten wieder stärker zu Marktplätzen werden, die der ganzen Familie etwas bieten. „Man will in einer schönen Umgebung Menschen treffen, flirten, reden, staunen, lernen, inspiriert werden.“ So fordert Rosenau Kommunen auf, sich über attraktive Innenstädte – u.a. mit Bänken und Blumen – konzeptionell Gedanken zu machen. „Bitte denken Sie in unserer Technologie gläubigen Zeit öfter daran, dass Menschen auch 2014 immer noch Menschen sind.“

Sabine Schicke
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2103

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