• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Es geht voran – aber langsam

08.03.2012

OLDENBURG Drei starke Frauen hat der Oberbürgermeister an seiner Seite: Stadtkämmerin Silke Meyn, Sozialdezernentin Dagmar Sachse sowie Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Damit befindet sich die Verwaltungsspitze zu 75 Prozent in weiblicher Hand, in der übrigen Verwaltung liegt der Frauenanteil immerhin noch bei 55 Prozent. Kein Grund zum Ausruhen, betont Kornelia Erhardt: „Wir sind auf einem guten Weg“, bilanziert die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, fügt aber hinzu, dass erst, wenn die Hälfte der Verwaltungsführung (Amts- und Fachdienstleiter) aus Männern und Frauen bestehe, das Klassenziel erreicht sei.

Gezielte Bewerbung

Dass Deutschland erstmals von einer Kanzlerin regiert wird, werten die einen zwar als Erfolgsbilanz. Von Augenwischerei sprechen dagegen die anderen. „Frauen sind immer noch nicht ausreichend in leitenden Stellen vertreten“, sagt Erhardt. Auch nicht bei der Stadt. Um das zu ändern, sollen die sechs Führungspositionen, die bis Ende 2014 frei werden, zu mindestens 50 Prozent von Frauen besetzt werden. „Meine Erfahrung ist: Frauen bewerben sich gezielt auf Stellen. Männern ist dagegen eher der berufliche Aufstieg wichtig.“

Vier von 14 Ämtern werden bei der Stadt von Frauen geführt. Aus Sicht von Kornelia Erhardt zu wenige. Dass es aber noch deutlich schlechter geht, zeigt der Vergleich mit der freien Wirtschaft. Beispiel EWE-Konzern: 8800 Personen beschäftigt das Energieunternehmen, ein Drittel sind weiblich. Doch nur fünf Prozent der rund 120 Führungspositionen entfallen auf Frauen. Als Gründe führt man dort die spezifische Situation in der Energiewirtschaft auf: Frauen sind in technischen Berufen stark unterrepräsentiert. Die Einführung einer Quote wird abgelehnt. Immerhin: „Wir wollen im Gesamtkonzern den Anteil von Frauen in Führungspositionen in den kommenden Jahren aber deutlich steigern“, erklärt EWE-Pressesprecher Reinhard Schenke.

Mehr Professorinnen

Bei den großen Bankhäusern in der Stadt sieht es folgendermaßen aus: 1660 Mitarbeiter, davon 56 Prozent weiblich, sind bei der LzO beschäftigt. Von 110 Filialen wird jede dritte von einer Frau geleitet. „Wir meinen, dass dies ein guter Anfang ist und werden diesen Weg auch ohne spezielle Quotenregelung weiter fortsetzen“, sagt Pressesprecher Hans Günter Rostalski. Ähnlich sieht es bei der OlB aus, die 3021 Mitarbeiter – davon 1655 Frauen – beschäftigt. 24 sind als Filialleiterinnen tätig, in Kürze wird erstmals eine Frau dem Vorstand angehören.

Dass sich Frauen vor ihren männlichen Kollegen nicht verstecken müssen, zeigt das Beispiel der Universität Oldenburg: Während 2002 der Anteil der Professorinnen bei 17 Prozent lag, sind es mittlerweile 31 Prozent. Eine Ebene darunter nähern sich die Zahlen schon weitestgehend an: 436 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen sind an der Uni beschäftigt. Das entspricht einem Frauenanteil von 44 Prozent – Tendenz steigend.

Interessant in der Diskussion: die Verteilung von Schulleitungen. 16 Frauen und elf Männer leiten in Oldenburg eine Grundschule. Anders sieht es an den weiterführenden Schulen aus. Dort sind 22 Männer als Rektoren tätig. Dem gegenüber steht die Zahl von gerade mal zwei Rektorinnen.

Mirja Zipfel Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2902
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.