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Aktualisiert vor 18 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Etzhorner haben ganz viel Schwung

21.02.2018

Etzhorn Abgehängt und vernachlässigt fühlten sich die Etzhorner am Anfang der 1930er Jahre. Die frühere Gemeinde Ohmstede war 1933 in die Stadt Oldenburg eingegliedert worden – städtisch war es in dem Stadtteil aber nicht. Nicht nur der Etzhorner Weg, sondern fast alle Straßen und Wege befanden sich in einem schlechten Zustand. Es gab damals in Etzhorn weder eine städtische Wasserversorgung noch eine Müllabfuhr. Diese und viele andere Unzulänglichkeiten waren Veranlassung, im Winter 1952/53 den Bürgerverein Etzhorn zu gründen. So steht’s in der Jubiläumsschrift zum 50-jährigen Bestehen.

Nun wird der Verein also schon 65 Jahre alt – auf den Tag genau. Am 21. Februar 1953 riefen elf Etzhorner Bürger ihn ins Leben. Dazu trafen sie sich in der Gaststätte Stührenberg an der Butjadinger Straße; damals (wie heute als Etzhorner Krug) ein beliebtes Lokal. Früher wanderten sonntags auch Hunderte von Oldenburgern über den Etzhorner Weg zu Stührenbergs. Dr. Erich Dannemann (Vorsitzender 1953 bis 1960) blickte im Jubiläumsjahr 1978 zurück: „Für die Älteren von uns sind der Garten und der Tanzsaal noch in guter Erinnerung. 50 Pfennig kostete das Tanzband. Eine Portion Bratkartoffeln abends für 25 Pfennig und ein Bauernfrühstück für 50 Pfennig wurden uns gerne in der großen Küche am großen Tisch von Tante Lina serviert und mundeten uns in der anheimelnden Atmosphäre ganz besonders gut.“

25 Jahre nach der Vereinsgründung fand Dannemann, dass aus dem ehemaligen Dorf Etzhorn Oldenburg ein Stadtteil geworden war: „Die strukturelle Zusammensetzung hat sich wesentlich geändert. Das Schwergewicht hat sich von den in der Landwirtschaft Tätigen zu den Angestellten, Handwerken und den freien Berufen verschoben.“

Gerhard Möhlmann (Vorsitzender 1975 bis 1987) stellte damals die Mitwirkung im Bürgerbeirat Bornhorst (Vorschläge für die Gestaltung der Landschaft im Zusammenhang mit dem Autobahnbau A 29) als wesentliche Aufgaben hervor. „Bei der Ausweisung neuer Baugebiete für Wohnungen und Gewerbe hat der Bürgerverein den Willen der Mehrheit der Etzhorner Bürger verdeutlicht. Wesentliches Ziel ist dabei die Erhaltung des hohen Wohn- und Erholungswertes Etzhorns, der wesentlich auch durch das vorhandene Landschaftsschutzgebiet und die Landwirtschaft geprägt ist.“

Der Bürgerverein hatte stets engagierte Vorsitzende und Vorstände. Ein kleiner Rückblick: Gerhard Möhlmann setzte sich für die Verwirklichung des Dorfplatzes ein, Richard Meyer (1996 bis 2001) besonders für einen regelmäßigen Wochenmarkt auf dem Dorfplatz, Wilfried Doddek (2001 bis 2008) war einer der Wegbereiter für die Turnhalle in Etzhorn, unter der Führung der von Hanna Wilde (2010 bis 2015) entstanden neben dem Dorfplatz drei Bouleplätze und die Bücherbox, während sich der jetzige Vorsitzende Gustav Backhuß-Büsing mit seinem „Bauteam“ vor allem mit finanzieller Unterstützung der „Initiative gegen die Windräder in Etzhorn“ für eine Naturtreppe an der Braker Bahn einsetzte.

Ein erstes Ausrufezeichen setzte der stets agile Vorsitzende 2015 zur Unterbringung der Flüchtlinge am Stubbenweg, als dem DRK Unterstützung signalisiert und die Etzhorner zu Zeitspenden aufgerufen wurden. Viele Bürger setzen sich in der damaligen Notunterkunft für einen Deutschunterricht oder Betreuung der Kinder ein. Ehemalige Grundschullehrer und andere organisierten unter der Leitung von Christa und Ulrich Kirchhoff fast täglich eine Schulstunde in der Grundschule Etzhorn. Bis zu 15 Kinder wurden stets auf dem „Schulweg“ vom Stubbenweg bis zur Schule an der Butjadinger Straße und zurück begleitet. Auch heute werden von Mitgliedern des Bürgervereins weiterhin sechs Familien betreut.

Der aktuelle Bürgerverein Etzhorn erlebt eine Zeitenwende: Die Mitgliederzahl stieg auf fast 600. Der Bürgerverein wurde ein eingetragener Verein, das Veranstaltungsangebot vervielfacht. Gustav Backhuß-Büsing und Irmtraut Fuhlrott (2. Vorsitzende) liegt es besonders am Herzen, die Menschen in Etzhorn zusammenzuführen und mitzunehmen. Unter diesem Aspekt befindet sich eine Initiative mit „Wir sind Etzhorn – Generationen helfen sich“ als Nachbarschaftshilfe unter der Leitung von Sabine und Andreas Tewes im Aufbau.

Als Rezept für die Erfolgsgeschichte nennt der Vorsitzende unter anderem: „Ein tolles Team ehrenamtlich Engagierter, gute und verlässliche Arbeit, interessante Veranstaltungen und den Kontakt zu vielen Bürgern.“ Und Negatives? „Leider mangelt es gerade für ältere nicht so bewegliche Etzhorner an einer Infrastruktur, doch mit dem ,Bäcker Bruno’ an der Butjadinger Straße konnte zumindest ein kleiner Ausgleich geschaffen werden.“

Aus Anlass des 65. Geburtstages lädt der Bürgerverein Etzhorn seine Mitglieder für Sonntag, 25. März, ab 15 Uhr zu einem Geburtstagskaffee im Etzhorner Krug ein. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs unter Tel. 8 13 29 (Fuhlrott) oder 3 93 54 (Backhuß-Büsing) angenommen.


     www.buergerverein-etzhorn.de 
Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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