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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Warum stinkt’s im Eversten Holz in Oldenburg?

11.08.2018

Eversten Es stinkt an der Hauptstraße. Und das liegt ausnahmsweise nicht an den Gerüchen aus der Kanalisation. Der Gestank breitet sich von der Pferdetränke her aus – ein kleiner, flacher normalerweise mit Seerosen bewachsener Teich, in dem zurzeit nach der langen Trockenperiode kaum noch Wasser steht.

Die Seerosenblätter sind abgestorben und haben sich in der sommerlichen Hitze braun verfärbt. „Sie werden im nächsten Jahr aber wieder wachsen“, verspricht Schlossgartenchefin Trixi Stalling, die auch für das Eversten Holz und damit für die Pferdetränke verantwortlich ist. Für den Schlossgarten und das Eversten Holz ist im Übrigen das Land Niedersachsen und nicht die Stadt zuständig.

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Gestank beenden

Eines vorweg: In Panik muss niemand verfallen, weil der Schlamm am Grund der Pferdetränke mit Schadstoffen belastet ist – sie sind darin gebunden und wehen nicht so einfach durch die Luft. Dennoch sollte das Land schleunigst Geld dafür bereitstellen, um diesen stinkenden Teich zu sanieren. Da sind vor allem die Oldenburger Landtagsabgeordneten gefragt, sich in Hannover mit Nachdruck für die Freigabe des Geldes einzusetzen.

Auf dem benachbarten Spielplatz suchen Familien Erholung, Jogger und Spaziergänger nutzen das Eversten Holz, um sich an frischer Luft zu bewegen. Und nicht zuletzt wohnen in der Nachbarschaft Menschen, die durch den üblen fauligen Geruch belästigt werden. Einen schönen Anblick bietet der Teich auch nicht, in dem in früheren Zeiten die Pferde auf dem Weg in die Stadt getränkt wurden – daher übrigens der Name.

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In jedem Jahr meldet Stalling eigenen Angaben zufolge Finanzmittel zur Sanierung der Pferdetränke in ihrem Haushaltplan an – ohne Erfolg. Und das hat einen Grund. Das Ausbaggern des Teiches würde mehrere 100 000 Euro kosten, wobei die reinen Arbeiten nicht zu den hohen Kosten führen, erzählt Dieter Börner vom Verein Freunde des Eversten Holzes. Der Schlamm ist mit Schadstoffen belastet, sagt er. Die Sedimente sind im Winter 2012/13 vom Institut für Düngemittel und Saatgut in Hameln untersucht worden. Es fanden sich auch Spuren von Arsen, Blei und weiteren Schwermetallen. Eine ordnungsgemäße Entsorgung des Schlamms müsste über die Niedersächsische Gesellschaft zur Endlagerung von Sonderabfall erfolgen. Die Untersuchung hatte der Verein in Auftrag gegeben, bezahlt und dem städtischen Umweltamt zur Verfügung gestellt. Nach dessen Einschätzung ist nur eine fachgerechte und dadurch kostspielige Entsorgung möglich.

Im Eversten Holz gibt es noch ein weiteres Thema, das zurzeit heiß diskutiert wird. Mit Unterstützung der LzO wurden in der Nähe des Spielplatzes an der Hauptstraße zwei Bienenstöcke aufgestellt. Eltern der Kinder, die auf dem Spielplatz unterwegs sind, fürchten, dass sie und vor allem ihre Kleinen gestochen werden könnten. „Die Bienen gehen ausschließlich auf die Suche nach Nektar“, versucht Stalling die besorgten Eltern zu beruhigen. Auf Süßigkeiten seien sie im Gegensatz zu Wespen nicht aus. Die Bienen leistete einen wichtigen Beitrag in der Natur.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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