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Aktualisiert vor 12 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mit der Walze durchs Eversten Holz

07.09.2017

Eversten Pünktlich zum Tag des offenen Denkmals wird in dieser Woche der Hauptweg durch das Eversten Holz saniert. Zunächst wurde Sabalith, ein wasserdurchlässiges Sand-/Splitt-Gemisch, verteilt – das dann mit einer Walze verfestigt wurde.

Der Weg ist auch Bestandteil des historischen Jagdsterns im Eversten Holz, von dem einst zehn Wege abgingen. Erste gestalterische Elemente reichen bis in das zwölfte Jahrhundert zurück, ehe zunächst Graf Anton Günther (1583 - 1667) begann, den Wald als Barockgarten umzugestalten. Nach der Dänenzeit baute der neue Regent Herzog Friedrich August (1773 -1785) das Eversten Holz in ein zeitgemäßes barockes Lustgehölz um. Zentrum war ein zehnstrahliger Wegestern – ein Jagdstern. Der Landesherr stellte bei der Gestaltung jagdliche Gründe in den Mittelpunkt. Die mit einem Wall und Gräben befestigte Stadt ließ eine großzügig gestaltete Gartenanlage nicht zu. Zugleich wurden zahlreiche Gehölze unterschiedlicher Art und Herkunft gepflanzt.

Nach der Besetzung auch des Oldenburger Landes durch Napoleon (1810-1813) kam Herzog Peter Friedrich Ludwig (1785-1829) aus Russland aus dem Exil zurück und begann den heutigen Schlossgarten weiter anzulegen und das Eversten Holz zugleich in einen Englischen Landschaftsgartens umzuformen, der jedem Bürger wie ein Volkspark zugänglich gemacht wurde. Der folgende Regent Großherzog Paul Friedrich August (1829-1853) forcierte dann die weitere Umgestaltung in einen Waldlandschaftsgarten mit vielen neuen Gestaltungselementen, die noch heute weitestgehend vorhanden sind. Dabei wurde u.a. auch der Jagdstern auf eine Kreuzung mit zwei Alleen reduziert.

Nach Fertigstellung des Schlossgartens Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Eversten Holz dann vollends zum Volkspark. Dazu gehörte auch der Ausschank von Pyrmonter Mineralwasser an einem in den Stern errichteten Brunnen. Zugleich erfolgten auch weitere Flächenzukäufe durch den dann regierenden Großherzog Nikolaus Friedrich Peter II (1853-1900) zur Nutzung u.a. für die Pferdezucht.

Bis zur Abdankung des nächsten Regenten Großherzog Friedrich August im Jahr 1919 verblieb das Eversten Holz in herzoglicher Obhut, ehe staatliche Stellen die Verantwortung für die Pflege und Gestaltung übernahmen, die in dieser Form noch heute gegeben ist. Das Eversten Holz gehört wie der Schlossgarten dem Land Niedersachsen.

Eingebunden in die Planung des Tages des offenen Denkmals an diesem Sonntag sind Oldenburger Stadtverwaltung, die Oldenburgische Landschaft und die Schlossgartenverwaltung.

Von 11 bis 17 Uhr gibt es am ehemaligen Jagdstern zahlreiche Informationen über die Geschichte des Eversten Holzes, das heute ein beliebtes Naherholungsgebiet ist.


Mehr Infos unter   www.tag-des-offenen-denkmals.de 
Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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