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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Firmen zögern noch beim Auto-Teilen

09.12.2016

Oldenburg Wenn Ressourcen endlich sind, besinnt sich der Mensch auf seine Ursprünge. Teilen ist wieder modern und wird unter dem Titel „Sharing Economy“ zur Wirtschaftsform erhoben. Das gemeinsame Nutzen eines Autos – also Carsharing – ist hier ein nicht mehr ganz so neues, aber immer beliebter werdendes Mobilitätsangebot.

In Oldenburg ist vor allem Cambio bekannt, seit 24 Jahren ist der Anbieter für Privatnutzer mit seinen Autos und Parkstationen im Stadtbild präsent. Im gewerblichen Bereich fehle es indes an der Masse, räumt Geschäftsführer Klaus Göckler ein. „Da sind wir noch nicht in aller Munde, was auch daran liegt, dass wir kein großes Marketingbudget haben“, bestätigt der Chef von Cambio Oldenburg. Bundesweit seien aktuell über 1550 Unternehmen oder Behörden mit diesem Anbieter unterwegs.

Mit der Jade Hochschule und der Carl von Ossietzky Universität finden sich immerhin zwei namhafte Nutzer in der Kundenkartei. Die sind dem Vernehmen nach sehr zufrieden mit dem Angebot. Vor acht Jahren setzte Hochschulpräsident Prof. Manfred Weisensee auf die Cambio- Flotte statt eigene Fahrzeuge für die Dienstfahrten der Dozenten und Mitarbeiter anzuschaffen.

„Carsharing ist ein Erfolgsmodell und vor allem nachhaltig. Somit passt es exzellent in unsere Hochschulphilosophie“, sagt er. Weil die Jade Hochschule an drei Studienorten ansässig ist, sei Carsharing von besonderer Bedeutung. Die Nutzer sprechen sich ab und fahren oftmals zu viert oder fünft mit einem Wagen, was Kosten spart und die Umwelt schont.

„Tatsächlich gibt es für uns nur Vorteile“, berichtet Weisensee. „So ersparen wir uns sowohl Kosten als auch Verwaltungsaufwand bei Reisekostenabrechnungen. Außerdem können registrierte Bedienstete die Fahrzeuge online buchen. Somit kann jeder sehen, ob ein Fahrzeug frei ist. Gebuchte Fahrzeuge können auch noch kurzfristig storniert werden.“

Die Stadt Oldenburg arbeitet seit vielen Jahren eng mit Cambio zusammen, „durchweg problemlos und konstruktiv“, wie es heißt. „Konkret unterstützen wir Cambio beim Aufbau neuer Stationen und bei der Anschaffung von Fahrzeugen auch aus dem städtischen Haushalt“, so ein Sprecher. Für 2017 sind dort 55 000 Euro angesetzt.

Für die Flotte wird freier Parkraum benötigt. „Cambio sucht sich Stellplätze aus und beantragt bei uns die Nutzung. In der Regel bekommen sie eine Sondernutzungserlaubnis, wofür sie eine Gebühr zahlen müssen“, heißt es dazu bei der Stadt.

Klaus Göckler wünscht sich eine stärkere Buchung von Cambio durch Firmen. „Es muss sich natürlich für beide Seiten rechnen, aber wir sind flexibel in der Bereitstellung von Fahrzeugen.“ Grundsätzlich sei es möglich, feste Zeiten für Firmen oder Dienstleister nach Bedarf zu blocken. Sondernachfragen gebe es häufiger mal, die dann kostendeckend erfüllt werden.

Für die Wartung und Betreuung sind Fuhrpark-Techniker zuständig. Die Autos werden in einem sauberen und technisch einwandfreien Zustand übergeben, so Göckler. Zudem werde vor dem Herbst ein Beleuchtungs- Check durchgeführt und ein Winterpaket geschnürt.

Oliver Schulz Redakteur / Politikredaktion
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