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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Baugemeinschaft: Freudiger Abschied vom eigenen Haus

27.09.2013

Oldenburg Noch ist es eine struppige Wiese in Eversten, auf der ein paar alte Backsteinschuppen und ein paar stattliche Bäume stehen (die bleiben). Doch bald rücken hier am Kaspersweg die Bagger an, und es geht los mit dem „Kaspershof“. Dort, wo bis vor ein paar Jahren ein Bauernhof stand, bauen 15 Oldenburger zusammen ein Haus, in dem jeder seine Wohnung hat, und dennoch eine Gemeinschaft entstehen soll. „Ganz ohne Investor – wir machen das alles selbst“, berichtet Helga Wilhelmer (67) stolz, die mit Ulrich Maaß die Geschäftsführung der Gesellschaft „Kaspershof“ bildet.

Zukunftsmodell

Grundstück und Bau werden anteilsmäßig finanziert, durch Teilungserklärungen bekommt jeder seine eigene Wohnung als Besitz – für viele bedeutet das den Abschied vom eigenen Haus. Architekt Ulf Brannies (Team3) hält solche Baugemeinschaften für ein Zukunftsmodell: „Heute wohnen in Oldenburg oft nur eine oder zwei Personen in großen Häusern, früher waren es im Schnitt fünf Menschen.“ Auch das trage zum engen Wohnungsmarkt bei.

Hauptargument seien bei der Aufgabe des Hauses aber eher die anfallenden Sanierungsarbeiten und die viele Arbeit mit Erhalt von Haus und Garten: „Das will sich nicht mehr jeder antun.“ Für Brannies ist es nahezu ein Segen, dass mit dem Kaspershof in Oldenburg erstmalig in Modell für eine Baugemeinschaft entsteht, das Interessierte „sehen und begreifen können“. Das Haus mit 13 Wohnungen auf drei Etagen wird ein Niedrigenergiehaus (KfW 55) werden, was für Vera Linke ein Hauptargument ist.

Die junge Frau, die mit ihren Kindern (sieben und zehn Jahre) einziehen wird, will in einem energetisch optimierten Gebäude wohnen – und das ist in einem Gemeinschaftsbau naturgemäß günstiger als in einem Einfamilienhaus, das fast nur aus Außenwänden besteht und sich die Technik nicht mit anderen teilt. Grundsätzlich steht aber ein anderer Gedanke hinter dem Projekt: gemeinschaftliches Wohnen, über Generationengrenzen hinweg.

Gegen Vereinsamung

„Viele Menschen vereinsamen allein in ihren Häusern“, ist sich Helga Wilhelmer sicher. Dem wirkt der Neubau entgegen: Neben den privaten Wohnungen und Terrassen gibt es den Gemeinschaftsgarten und einen 50 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum, der für zwangloses Beisammensein ebenso dient wie für Feiern.

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Den nicht immer reibungslosen Weg von der Idee über die Gründung eines Vereins und die Planung bis zum Festzurren der rechtlichen Form hat als Projektmanager Joachim Buchwald (Antharis) begleitet, der zurzeit das CeLaVie-Projekt auf dem ehemaligen Bahlsen-Gelände aufzieht, das als Wohngemeinschaft für Pflegebedürftige (auch jüngere) ebenfalls eine Neuheit ist.


     kaspershof-wordpress.com 

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Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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