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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadtentwicklung In Oldenburg: Gartencenter nimmt erste rechtliche Hürde

22.08.2016

Oldenburg Die Ansiedlung des Gartencenters Ostmann in Tweelbäke neben Möbel Buss hat eine erste juristische Hürde genommen. Gegen die Stimmen von Grünen und Linken bei einer Enthaltung hat der Bauausschuss den Auslegungsbeschluss für die Änderung des Flächennutzungsplanes auf den Weg gebracht.

Aus dem Gewerbegebiet wird ein Sondergebiet, in dem eine 80-prozentige Versiegelung der Fläche theoretisch möglich ist, erläuterte Hannes Korte vom Planungsbüro Diekmann & Mosebach aus Rastede das städtebauliche Konzept. Maximal dürften die Gebäude, die mehr als 50 Meter lang sein können, 20 Meter hoch sein. Zwei Geschosse seien erlaubt. Die Erschließung erfolge über den an Möbel Buss vorbeiführenden Oldeweg und nicht über die Bremer Heerstraße. Die Verkaufsfläche beträgt knapp 14 .000 Quadratmeter. Die Fläche für den Verkauf sogenannter zentrengefährdender Sortimente sei auf 800 Quadratmeter gedeckelt.

Stadtbaurätin Gabriele Nießen betonte, im Vorfeld in einem regen Austausch mit den umgebenden Gemeinden in den benachbarten Landkreisen gewesen zu sein. Aus Sicht von Korte werden die Gartenbetriebe in den Umlandgemeinden und nicht in der Stadt Oldenburg die Ansiedlung des Gartencenters Ostmann bei den eigenen Umsatzzahlen zu spüren bekommen.

Das sieht die Initiative „Miteinander in Oldenburg“ grundsätzlich anders. Die Mitglieder der Initiative erwarten Umsatzrückgänge von mehr als einem Drittel – deutlich mehr, als das Cima-Institut für Regionalwirtschaft für betroffene Betriebe in den Zentren prognostiziert. Unterstützung erhält die Initiative bei ihrer Kritik an der Größe der geplanten Verkaufsfläche des Gartencenters von Carola Havekost, Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer. Es sei gut zu überlegen, ob die Stadt das gesamte Wachstumspotenzial im Bereich Gartenmarkt, das Gutachter bis 2025 für Oldenburg sehen, an einem einzigen Standort verplanen wolle (die NWZ berichtete über eine entsprechende Informationsveranstaltung). Die Initiative fordert, nur 4000 statt 14 .000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu genehmigen.

Nächster Schritt für Gartencenter-Pläne, Artikel vom 8. Juni 2016

Hans-Henning Adler (Linke) hatte im Ausschuss in einem mehrheitlich abgelehnten Antrag gefordert, die maximale Verkaufsfläche auf 11.000 Quadratmeter zu reduzieren. Schnittblumen sollten nur auf 150 Quadratmetern verkauft werden dürfen. Geschenk-/Bastelartikel (350 Quadratmeter) und sonstige Sortimente (200 Quadratmeter) sollten ebenfalls streng reglementiert werden. Rechtlich sei der Plan in Ordnung, merkte Adler an. Zudem gelte es, das benachbarte Möbelhaus mit der Ansiedlung des Centers zu stärken und die Arbeitsplätze zu sichern. Über die Größen der Verkaufsflächen soll nun im weiteren Verlauf des baurechtlichen Verfahrens entschieden werden.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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