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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Gemeinsame Schritte für Menschenrechte

24.03.2016

Oldenburg Ihr Anliegen ist dieses Jahr wohl ganz besonders aktuell. Das Oldenburger Friedensbündnis ruft für Sonnabend, 26. März, zur Teilnahme am Ostermarsch auf und in diesem Jahr steht die Aktion unter dem Thema „Krieg – Armut – Flucht“.

„Die Ostermärsche haben eine lange Tradition“, wie Peter Niebuhr vom Oldenburger Friedensbündnis erklärt. Ziel sei es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie zu informieren. „Wir haben keine Patentlösung“, gibt Niebuhr zu, „aber wir wollen dem Verdrängungsprozess etwas entgegensetzen.“

Ulrich Glade, ebenfalls beim Oldenburger Friedensbündnis aktiv, erklärt, dass es viele Menschen gebe, die sich den Themen des Bündnisses aufgeschlossen zeigen. Oft fehle aber der letzte Schritt, um sich selbst zu engagieren und einzusetzen. Der Ostermarsch sei eine gute Gelegenheit dafür. „Auf lange Sicht erhoffen wir uns eine größere Aufmerksamkeit gegenüber Kriegsereignissen im Nahen Osten, eine Skepsis gegenüber Einsätzen der Bundeswehr und einfach eine höhere Sensibilität“, sagt Glade und fügt hinzu: „Vor allem die Waffenexporte in die Kriegsregionen müssen schnellstens unterbunden werden – gerade auch die deutschen!“

Im Friedensbündnis sind sechs bis acht Personen für das Organisieren der verschiedenen Aktionen und Kundgebungen verantwortlich. Doch statt eines starren Programms oder für alle verbindliche Ziele, gibt es einen Grundkonsens in den großen politischen Fragen wie militärischer Bedrohung und Abrüstung: Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland, generell zivile Konfliktlösungen und eine umfassende Flüchtlingshilfe.

Das Friedensbündnis steht zudem mit zahlreichen lokalen Vereinen in Kontakt und fördert einen lebendigen Austausch untereinander. Und obwohl es, wie Glade sagt, auch in Oldenburg immer wieder interessante und wichtige Aktionen gebe, um auf Probleme aufmerksam zu machen, seien es insgesamt noch zu wenige, und oft seien sie auch zu wenig koordiniert.

Die Kundgebung ist daher ein wichtiger Schritt und soll zu weiteren Diskussionen anregen, wichtige Themen ins Bewusstsein rufen und ein offenes Gespräch ermöglichen.

In diesem Jahr ist der Hauptredner Friedensaktivist und Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag Lühr Henken. Treffpunkt ist am Ostersamstag um 11 Uhr am Brunneneck/Lefferseck danach geht es durch die Innenstadt.

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