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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Geplantes Diesel-Verbot ängstigt City-Kaufleute

12.07.2016

Oldenburg Die Debatte über die „Blaue Plakette“ und Fahrverbote für besonders umweltschädliche Dieselfahrzeuge ist in Oldenburg nicht neu. Bereits im Januar ahnte Bau- und Umweltdezernentin Gabriele Nießen, dass ohne Einschränkungen des Autoverkehrs die Stickoxid-Grenzwertüberschreitungen am Heiligengeistwall „nicht in den Griff zu bekommen seien“.

Das erzeugt Gegenwehr. Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie das City-Management Oldenburg (CMO) legten jüngst die Ergebnisse einer Umfrage unter 23 000 Kunden an den Innenstadtkassen vor. Demnach kommen knapp 60 Prozent der Kunden in Oldenburger Innenstadtgeschäften mit dem PKW in die City – aus den Randgemeinden knapp 80 Prozent, aus dem weiter entfernten Umland 85 Prozent.

IHK und CMO warnten vor dem Hintergrund jeglicher Einschränkung des Autoverkehrs. Wenn die Kunden aus dem Umland daran gehindert würden, per Auto in die Einkaufsstadt zu kommen, drohten erhebliche Umsatzverluste. Das würde die Innenstadt ins Herz treffen: „Die City würde ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können“, sagte CMO-Vorsitzender Friedrich-August Fisbeck.

Gemeinsam mit der IHK betonte Fisbeck auch die Bedeutung der Innenstadt als Arbeitsort. Für die Mitarbeiter der Betriebe seien Einschränkungen der Mobilität ein äußerst schwieriges Feld.

Die Überschreitung der Grenzwerte der lungenschädlichen Stickoxide ist in der Stadt schon ein Dauerproblem. 2012 reagierte die Stadt mit dem „Luftreinhalteplan“ – ein von der EU vorgeschriebenes Instrument. Darin wurden folgende Ansätze verfolgt: Weniger Stop-and-Go durch verkehrsabhängige Ampelschaltung, die weitere Modernisierung der Busflotte und die Verfolgung der im „Verkehrs- und Mobilitätskonzept“ verabschiedeten Maßnahmen.

Darin steht unter anderem, dass der Autoverkehr in der Stadt reduziert werden solle – unter anderem dadurch, dass städtebaulich und verkehrlich störende Einzelparkplätze in der Innenstadt abgebaut werden sollen. Damit ist aber nie begonnen worden. Zudem solle der Fahrradverkehr aktiv gefördert werden.

Die Innenstadtkaufleute haben nichts gegen eine intensive Fahrradförderung; allerdings wenden sie sich dagegen, auf der anderen Seite den Autoverkehr durch mehr Auflagen zu erschweren und fordern sogar mehr Parkplätze, um auch in Stoßzeiten die Anfahrt zu erleichtern.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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