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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Geschäfte stärken Steuerkraft und Arbeitsmarkt

09.07.2014

Oldenburg Die Zuwächse im Online-Handel sind gewaltig. Allein 2013 kletterte der Umsatz mit via Internet verkauften Waren in Deutschland um satte 41,7 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro. Das sind knapp 8 Prozent des gesamten Einzelhandelumsatzes. Rechnet man die Warengruppen Lebensmittel und Körperpflegeartikel heraus, beträgt der Umsatzanteil schon heute etwa 14 Prozent. Für 2014 erwarten die Wirtschaftsforscher erneut einen Zuwachs um 24 Prozent auf dann 48,4 Milliarden Euro.

Der Einzelhandel insgesamt bewegt sich hingegen seit Jahren mit Ausschlägen um ein Prozent nach oben oder unten um die 400-Milliarden-Euro-Umsatz-Marke. Von Zuwächsen keine Spur. Deswegen geht der Umsatzzuwachs des Online-Handels komplett auf das Minus-Konto des stationären Einzelhandels.

Inzwischen wird jeder dritte Elektroartikel, jedes dritte Buch, jede dritte CD und jedes fünfte Kleidungsstück online verkauft. Doch nicht jeder Umsatz geht auf das Konto der Nur-Online-Unternehmen. Noch liegt ihr Anteil bei unter 40 Prozent. Der Löwenanteil des Geschäfts wird auch im Netz von Unternehmen gedreht, die auch Läden vor Ort haben.

Wichtig dabei: Die Händler vor Ort zahlen dort auch ihre Steuern, schaffen Arbeitsplätze und beleben die Innenstädte – und nicht nur die. Auch in den Stadtteilzentren sorgen sie für die Nahversorgung. Nach IHK-Zahlen gibt es derzeit allein in Oldenburg 2547 Einzelhandelsbetriebe mit 7376 Beschäftigten. 2013 begannen 326 junge Leute im Handel ihre Ausbildung. Rechnet man drei Lehrjahre hoch, sind aktuell etwa 1000 Auszubildende in den Einzelhandelsbetrieben tätig. Der Umsatz des Oldenburger Handels belief sich 2013 auf etwa 1,3 Milliarden Euro.

Das stärkt die Kommune: Der Stadt Oldenburg, einem Zentrum des Einzelhandels der Region, flossen 2013 rund 11,3 Millionen Euro an Gewerbesteuer vom Einzelhandel zu, wie Sprecherin Swantje Engel auf Anfrage mitteilte. Das bedeutet immerhin einen Anteil von 14 Prozent der gesamten Gewerbesteuereinnahmen.

In den Jahren bis 2012 hat sich der Handel in Oldenburg prächtig entwickelt. Der Umsatz legte seit 1993 um 45 Prozent zu, die Einzelhandelsfläche um 54 Prozent. Das bedeutet aber auch: Der Umsatz pro Quadratmeter ist gesunken.

Thorsten Kuchta
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2102

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