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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Natur: Große Leidenschaft für kleine Flieger

26.09.2015

Etzhorn /Bornhorst Smaragd, Rubin, Granat: Edles trägt manche Libelle in ihrem Namen – aber auch Pech, Binsen oder Schilf. Von der Vielfalt dieser Spezies, nicht nur der namentlichen, ahnt der Laie nichts. Er sieht die flinken Flieger schwirren und könnte doch so viel von ihnen erfahren. Libellen sind nämlich „ökologische Berichterstatter“. Ihr Vorkommen sagt etwas über die Qualität ihres Lebensraums aus.

Ein wahrer „Libellen-Versteher“ wiederum ist Kay Fuhrmann. Hauptberuflich arbeitet er als Präparator am Landesmuseum für Natur und Mensch und ehrenamtlich als Landschaftswart für die Unteren Naturschutzbehörden der Stadt Oldenburg und des Landkreises Wesermarsch. Der Ornithologie hat sich der 48-Jährige schon seit den 1980ern verschrieben. „Aber da sind viele unterwegs“, sagt er. Viel spannender werde es bei den kleineren Organismen, findet er. Fuhrmann begann vor 15 Jahren, Libellenarten aufzuspüren und „ein bisschen herum zu kartieren“. Zunächst in seinem Wohnumfeld in Etzhorn, später zog er größere Kreise und schließlich wurde daraus eine richtig große, wissenschaftlich fundierte Sache. An 36 Gewässern, vom Regenrückhaltebecken bis zum See, hat Fuhrmann drei Jahre lang jeweils dreimal im Jahr alle Libellenarten kartiert.

„Entdeckerfreude“ sei der eine Antrieb, sagt er. Darüber hinaus wolle er einen Beitrag zur wirklichen Verbreitung des Insektes leisten. Die gewonnenen Erkenntnisse seien sicherlich für große Teile Oldenburgs repräsentativ. Das Untersuchungsgebiet umfasst weite Bereiche Etzhorns bis zu den Bornhorster Seen. Westgrenze ist an der Wihelmshavener Heerstraße, Nordgrenze das Ammerland.

43 Libellenarten hat der Landschafswart in Oldenburg kartiert. Knapp 6000 Arten gibt es weltweit, 81 Arten wurden in Deutschland nachgewiesen, 73 in Niedersachsen. Das alles und noch viel mehr gibt es jetzt nachzulesen. Das erste Heft der neuen Schriftenreihe „Natur und Landschaft in der Stadt Oldenburg“ der Unteren Naturschutzbehörde widmet sich dem Thema Libellen.

Kay Fuhrmann beschreibt darin in Kurzporträts die einzelnen, von ihm an den verschiedenen Gewässern nachgewiesenen Libellenarten. Er gibt Einblicke in die Biologie und erklärt die Lebensräume/Lebensraumansprüche dieser Arten. Daneben geht er ein auf die Gefährdungssituation und notwendige Schutz- und Pflegemaßnahmen, die erforderlich sind, um die Arten in ihrem Bestand zu erhalten und zu entwickeln. Abgerundet wird dieses Heft durch wunderschöne, farbige Fotos, insbesondere von Angelika Borkenstein und Reinhardt Jödicke.

Hat der Kenner denn auch eine Lieblingslibelle? „Die gefleckte Smaragdlibelle“, sagt Kay Fuhrmann sofort. Die sei ein fast sensationeller Fund, erklärt der „Seltenheitsfreak“. Und schon blättert der Laie im Heft: Auf Seite 42 ist diese Libelle zu finden.

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Das kostenlose Heft kann beim Fachdienst Naturschutz und technischer Umweltschutz, Industriestraße 1, Eingang B, Zimmer 136, als Druckexemplar bezogen oder herunterladen werden


  www.oldenburg.de/liblelen 
Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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