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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bewohner haben Angst vor Immobilienhai

28.01.2017

Oldenburg Luxemburger Straße, Londoner Straße, Brüsseler Straße: Die Straßen in der „Englischen Siedlung“ tragen weltläufige Namen. Dabei stehen die Reihenhäuser sehr versteckt im Stadtnorden östlich des Kleinen Bürgerbusches.

Geradezu idyllisch, doch mit der Beschaulichkeit ist es seit einigen Jahren vorbei, berichten Dirk Jahn und Heiko Beyer, die sich in der Interessengemeinschaft „Englische Siedlung“ zusammengetan haben. 40 der 96 Mietparteien in dem Viertel gehören dieser Gemeinschaft bereits an. Die Mitglieder befürchten, dass die Häuser, die sich im Besitz der Bundsanstalt für Immobilien-Aufgaben (Bima) befinden, an einen Immobilien-Hai respektive eine sogenannte Heuschrecke verkauft werden.

Mit der Siedlung, die in den 50er-Jahren für die englischen Besatzungssoldaten vom benachbarten Fliegerhorst gebaut wurden, geht es seit Jahren bergab, haben Jahn und Beyer beobachtet. Die Bima hat eine Verwaltungsfirma eingesetzt, die sich um die Häuser nicht kümmert, klagen sie. Reparaturen werden nicht ausgeführt, einige Häuser müssten dringend saniert werden, berichten die beiden IG-Mitglieder weiter.

Ende diesen, Anfang nächsten Jahres soll bei den Mietern, die ein Vorkaufsrecht haben, eine Kaufanfrage erfolgen, erzählen Jahn und Beyer. Vermutlich werden die 75 bis 120 Quadratmeter großen Wohnungen in den Reihenhäusern zwischen 75.000 und 120.000 Euro kosten – also 1000 Euro pro Quadratmeter. Klingt eigentlich nicht viel, doch muss gehörig in die Substanz investiert werden, gibt Jahn zu bedenken. Ziel der Interessengemeinschaft ist es, mit einer Stimme bei den Verhandlungen zu sprechen. Alte Menschen und Leute, die sich den Kauf nicht leisten wollen oder können, sollen in ihren Wohnungen bleiben dürfen, lautet eine weitere Forderung. Unterstützung erhofft sich die Interessengemeinschaft von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und den Fraktionen im Stadtrat.

Im Viertel leben generationsübergreifend rund 200 Menschen. „Wir fühlen uns hier alle extrem wohl“, sagt Jahn, „helfen uns gegenseitig und kennen uns untereinander“, schwärmt er von der guten Nachbarschaft. Und die soll erhalten bleiben.

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Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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