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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Gründerwerkstatt platzt schon aus allen Nähten

30.05.2008

OLDENBURG Die Gründerwerkstatt „Venture Lab“ an der Industriestraße platzt aus allen Nähten – was wegen der vielen Gründungswilligen eine gute Nachricht ist, aber Änderungen am Konzept nach sich zieht. „Ich ziehe aus, um Platz für Gründer zu machen“, sagt Matthias Hunecke, Multi-Unternehmer (u.a. Brille24.de) und neben Entrepreneurship-Professor Alexander Nicolai Vorstand des Venture Lab.

Bislang hatte Hunecke seine Geschäfte in einem Büro des Lab an der Industriestraße koordiniert. „Deswegen habe ich mit den jungen Gründungswilligen viele informelle Gespräche führen können – und wenn es nur der kurze Tipp in der Teeküche war, der den Schritt in die falsche Richtung verhinderte.“ Nun, da Hunecke Platz für den „Nachwuchs“ macht, wird sich der Kontakt zwischen dem zwar jungen und erfahrenen Firmenchef und seinen potenziellen Nachfolgern eher institutionalisiert gestalten. „Wir richten einen zweiwöchigen Jour-Fixe ein“, sagt Hunecke. „Ich bin schon traurig, dass ich diese Möglichkeit des steten Kontakts verliere“, sagt Hunecke, „werde aber alles tun, um die Betreuung sicherzustellen.“

Drei neue Mieter stehen beim Venture Lab quasi schon direkt vor der Tür: Enno Schulte Güstenberg will mit „Spotn“ Anleitungsvideos im Netz anbieten – etwa für das richtige Binden einer Krawatte, Garret Alfert und Christoph Helmes werden mit „Kommasetzer“ eine Internet-Plattform für Korrekturdienstleistunen anbieten ud Jan-Bernd Niemann und Janes Potthoff verfolgen die Idee einer Dating-Plattform via Handy. „Im Juni kriegen wir hier keinen Stuhl mehr rein“, sagt Hunecke. Wenn der Ansturm so weitergehe, müsse man möglicherweise erweitern.

Einen Puffer fürs Venture Lab beurteilen die Geschäftsführer Bernhard H. Vollmar und Mark Euler bereits als „gute Zwischenlösung“. Die beiden kümmern sich um Organisation, Beantragung und Begleitung von Exist-Gründerstipendien. „Ideen und Geld gibt es genug“, sagt Vollmar. „Es ist oft der Gründergeist, an dem es mangelt“, ergänzt Hunecke. Insofern sei es wichtig, die schon gute „Infrastruktur gegen die Angst vor der Selbstständigkeit“ in der Stadt weier auszubauen.

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