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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Grundstein für modernes OP-Gebäude

31.03.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-03-31T08:04:44Z 280 158

Grundsteinlegung In Oldenburg:
Neues OP-Gebäude für 40 Millionen Euro

Oldenburg „Jeder Tag ist ein neuer Anfang.“ Mit diesem Satz der englischen Schriftstellerin George Eliot (1819-1880) beginnt ein Text, der am Donnerstag in einer kupfernen Zeitkapsel versenkt und in einem Grundstein des Evangelischen Krankenhauses eingemauert wurde. Mit dem Festakt wurde das neue Funktionsgebäude auf den Weg gebracht, das an der Auguststraße im Areal rechts neben der jetzigen Notaufnahme 29 Meter hoch wachsen wird. 40 Millionen Euro kostet das Projekt, acht Millionen davon stemmt das Evangelische, 32 Millionen kommen vom Land Niedersachsen.

Klares Bekenntnis

Bis über den grünen Klee lobte Staatssekretär Boris Robbers am Donnerstag die ausgezeichnete Zusammenarbeit der drei Stadtoldenburger Krankenhäuser. Denen sei es gelungen – anders als in anderen Städten – sich gut aufeinander abzustimmen. Mithin mache er sich keine Sorgen um die Hochleistungsmedizin hier.

Diese Art von Urvertrauen des Ministeriums in die Oldenburger Medizin-Szene wird sich hoffentlich auch auszahlen, wenn Ministerin Cornelia Rundt jetzt aus dem Sondervermögen ihr Füllhorn über den Kliniken ausschüttet.

Was es aber mindestens eben so dringend braucht wie das Geld aus der ministeriellen Schatulle, das ist ein klares Bekenntnis und eine konzertierte Aktion der drei Kliniken für die European Medical School (EMS).

Irgendwie scheint die Begeisterung der ersten Jahre auf der Strecke geblieben zu sein im klinischen Alltag. Das ist nicht weiter verwunderlich, weil alle drei Häuser selbst viel zu stemmen haben mit Erweiterungen, Renovierungen und Chefarztsuchen.

Dennoch: Diese Region hat viel in das Projekt EMS investiert. Auch alle Kliniken haben – abgesehen von der Frage, wer wo das Schild „Uni-Klinik“ anschrauben darf – viel Herzblut in die EMS gesteckt. Vor diesem Hintergrund geht es jetzt auch um einen symbolischen Akt, der dieses Gefühl wiederbelebt.

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Der erste Dank von EV-Vorstand Armin Sülberg galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Zahl in jüngster Zeit auf 1400 gewachsen ist. Versorgt werden in den 440 Betten pro Jahr 50 000 Patienten. Dem Engagement der Belegschaft sei es zu verdanken, dass das Haus seit 2016 wieder schwarze Zahlen schreibe. „Wir sind raus aus den Miesen“, frohlockte Sülberg.

Bereits zuvor hatte Staatssekretär Dr. Boris Robbers (Niedersächsisches Gesundheitsministerium) das Evangelische Krankenhaus gelobt, das aus einer kleinen Delle in Hochgeschwindigkeit einen Erfolg gemacht habe. „Sie haben unglaublich viel geschafft hier“, meinte Robbers und nannte das „einzigartig“. Er sprach von gut angelegtem Geld für das neue Funktionsgebäude, das den Menschen der ganzen Region zu Gute komme.

In Niedersachsen zählt die Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses mit mehr als 40 000 Patienten pro Jahr schon jetzt zu den größten. Mit diesem neuen Funktionsgebäude, in dem außerdem noch Hybrid-OP, Spezialpflege mit 20 Intensivpflegebetten und auf dem Dach ein Hubschrauberplatz untergebracht werden, will das Haus auch langfristig erfolgreich sein.

Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Hartig erinnerte daran, dass das Krankenhaus ständig baue, zum Beispiel 1975 das Appartementhaus, 1984 den neuen Haupteingang, 1999 Neubau der Früh-Reha und 2000 die Inbetriebnahme der Station für Schwerst-Schädel-Hirn-Verletzte. Gemeinsam mit Sülberg ist er überzeugt davon, dass das Krankenhaus mit dem neuen Funktionsgebäude noch besser werde. Auch hob er darauf ab, dass man die schwierige Zeit – gemeint war die finanzielle Schieflage – nur mit Unterstützung aller habe bewältigen können. Er wies auch noch einmal auf die drei Stadtkliniken in Oldenburg hin und dass man alle drei brauche.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dankte dem Ministerium für das in der Stadt gut investierte Geld. „Das bringt den Medizinstandort Oldenburg weiter voran“, meinte er. Er freue sich, dass auch die Auseinandersetzungen mit der Nachbarschaft um den Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach beigelegt seien. „In Fragen von Leben und Tod darf es keine Kompromisse geben“, forderte der Oberbürgermeister. Wenn das Funktionsgebäude fertig ist, werden die Patienten direkt aus dem Hubschrauber mit dem Aufzug in den OP gefahren werden können.

Doch am Donnerstag wurde erst einmal die Kupferrolle in den Grundstein eingemauert. Darin auch ein Stethoskop und eine NWZ vom Tag als Zeitdokument.

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Evangelisches Krankenhaus | BMG