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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

„Wollen mehr eingebunden sein“

12.07.2018

Hundsmühlen /Eversten Am Dienstag lief die Einwendungsfrist im Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Hunoldstraße (K 124) ab. Unter den Bedenkenträgern, die schriftlich zu den Plänen Eingaben gemacht haben, dürften auch etliche Gewerbetreibende aus Hundsmühlen sein. Denn die sehen dem Ausbau mit gemischten Gefühlen entgegen.

Zwei Jahre (2019 bis 2020) soll die Bauzeit dauern. Dabei soll die K 124 komplett für den Durchgangsverkehr aus beziehungsweise in Richtung Oldenburg zwischen Westfahlendamm/Hundsmühler Straße und der L 870 in Tungeln gesperrt werden. „Zwei Jahre sind ein hartes Brot. Da sehen einige ihre Existenz gefährdet“, sagt Mathias Gnerlich, der an der Hunoldstraße eine Fleischerei betreibt.

kommentar

Sorgen ernst

nehmen

Auch wenn keiner voraussagen kann, wie sich die zweijährige Bauphase mit Vollsperrung für den Durchgangsverkehr auf die Geschäfte der Gewerbetreibenden auswirkt, so sind hier aller Wahrscheinlichkeit nach Einbußen zu befürchten. Selbst wenn die Abwicklung der Verkehre für Bus, Polizei, Rettungsdienste und Anlieger gewährleistet werden soll.

Auch wenn seit vielen Jahren darüber diskutiert wird, dass die Hunoldstraße ausgebaut werden soll, so kam die jetzige Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens für die meisten doch plötzlich, da offenbar keiner der Anlieger wirklich wusste, wie weit die Pläne waren.

Gut, der Landkreis ist seiner Pflicht nachgekommen und hat die Auslegung der Planunterlagen im Amtsblatt kundgetan. Doch ein Aufklärungsgespräch oder eine Anliegerversammlung vorab hätte vielleicht schon im Vorfeld Wogen glätten können. Natürlich konnten nun im Zuge der Auslegung Betroffene ihre Einwände einreichen, aber inwiefern diese Berücksichtigung finden, bleibt abzuwarten.

Die Baulastträger sollten das Gespräch mit den Geschäftsleuten suchen und deren Sorgen ernst nehmen.

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Nicht nur der Fleischermeister fühlt sich bei der Umsetzung des Ausbaus nicht mitgenommen. Gerne hätten auch Apothekenleiter Mathias Hambörger, Kuchenmeisterin Sabine Dilz, Edeka-Markt-Betreiber Claas Stanke und Gerd Mohrmann von der Beton-Zentrale Hundsmühlen noch vor Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens von Gemeinde oder Landkreis erfahren, wie der Ausbau vonstatten gehen soll, um eventuelle Bedenken einbringen zu können. Die letzte Anliegerversammlung liege Jahre zurück.

„Wir wollen den Ausbau weder blockieren noch verhindern“, verdeutlicht Gerd Mohrmann. „Aber so wie das Ganze geplant ist, ist das mehr als diskussionswürdig.“ Gerade die Geschäfte lebten nicht nur von den Hundsmühlern, sondern auch vom Durchgangsverkehr. Wenn der ausbleibe und Kunden kilometerweite Umwege in Kauf nehmen müssten oder ganz wegblieben, sei das schon ein massiver Einschnitt.

Und noch ein zweiter Punkt bereitet den Gewerbetreibenden Kopfschmerzen: die Verjüngung der Fahrbahn auf 6,50 Meter. Die Kaufleute sehen ein dauerhaftes Verkehrschaos voraus: „Jetzt können sich neben einem parkenden PKW noch zwei Autos begegnen. Das wird nach dem Ausbau nicht mehr möglich sein und lange Staus sind bei mindestens 11 000 Fahrzeugen am Tag vorprogrammiert.“ „Im Moment ist die Hunoldstraße noch eine funktionierende Verkehrsader; nach dem Ausbau wird sie kränkeln“, fürchtet Mohrmann, der allein mit seinem Fuhrpark fast 100 Fahrzeugbewegungen am Tag hat.

Die Geschäftsleute wünschen sich zusammen mit dem Ortsverein Hundsmühlen, dass Kreis und Gemeinde als Baulastträger das Gespräch mit ihnen suchen: „Dass der Regenwasserkanal und die Straße gemacht werden müssen, steht für uns außer Frage, aber das Wie ist entscheidend. Wir wollen mehr eingebunden sein.“

Marén Bettmann
Wardenburg
Redaktion Wardenburg
Tel:
04407 9988 2730

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Edeka-Markt | Ortsverein Hundsmühlen

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