• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Ideen für Stadt der Zukunft

20.06.2014

Oldenburg In Kopenhagen gibt es eine „Grüne Welle“ für Radler. Wer mit Tempo 20 zur Arbeit radelt, sieht kein Rotlicht. Aber nicht nur das; Sensoren auf den Radewegen melden, wenn die Geschwindigkeit der Radler signifikant abweicht – und das System regelt bei der „Grünen Welle“ nach. „Wenn man möchte, dass die Menschen ihr Verhalten ändern, muss man es ihnen leicht machen“, sagt dazu der Planer Kristian Villadsen, der nicht nur in Kopenhagen daran arbeitet, die Vision von „Smart Citys“ (intelligenten Städten) wahr zu machen.

Aus Daten lernen

Villadsen gehörte zu den Experten, die am Donnerstag auf einem von der Stadt ausgerichteten Workshop im Forum Alte Fleiwa einen Blick in die Zukunft der Städte wagten. Gekommen waren 70 Teilnehmer. „Ein Drittel aus der Wirtschaft, ein Drittel aus der Wissenschaft, ein Drittel aus der Verwaltung – eine optimale Mischung“, freute sich Ina Lehnert-Jenisch von der Wirtschaftsförderung.

Das Konzept hinter dem Begriff „Smart City“: mit intelligenter Vernetzung aus bekannten Daten Ideen für Lösungen ablesen, die die Lebensqualität verbessern und die Ressourcen schonen.

Mathias Brucke, IT-Fachmann und in der Landesinitiative Mobilität Niedersachsen engagiert, denkt da etwa an eine bessere Zusammenarbeit von Paketdiensten: „Da müssen ja nicht zehn Dienste am Tag die gleiche Adresse anfahren.“ Dass das mit dem Wettbewerbsgedanken kollidiere, sei nur auf den ersten Blick so: „Am Ende würden davon alle profitieren.“ Umdenken sei nötig: „Für die Internetgeneration ist Kooperation ein Selbstläufer. Die Wirtschaft wird nachziehen.“

In Bottrop sitzt die Wirtschaft beim Stadtumbau nicht nur mit im Boot, sie treibt den Wandel sogar aktiv voran, berichtete Rüdiger Schumann vom Innovation City Management in der Ruhrgebietsstadt. In dem Netzwerk sind unter anderem 60 Industrieunternehmen vertreten, die mit an dem Ziel arbeiten, den CO²-Ausstoß der Stadt bis 2020 um 50 Prozent zu senken – unter anderem, indem sich Nachbarschaften zu „virtuellen Kraftwerken“ vernetzen. „Dort eröffnen sich für die Firmen ganz neue Geschäftsfelder“, sagt Schumann.

Neue Geschäftsfelder

Matthias Brucke teilt diese Meinung: „Wenn sich beispielsweise ein Lichtfachmann mit einem Software-Experten zusammentut, können ganz neue Produkte entstehen.“ Im Anschluss an den Workshop fand deswegen am Donnerstag auch ein Unternehmertreffen statt, zu dem sich Vertreter von 50 Firmen angemeldet haben. Sollte ein Netzwerk entstehen, könnten Fördergelder vom Bund fließen, sagte Brucke. „Und auch von der EU“, sagte Wirtschaftsförderer Roland Hentschel. Die Stadt erhofft sich von der Initiative Impulse für die Entwicklung des neuen Stadtteils auf dem Fliegerhorst. Dort könnte man von Anfang an eine Infrastruktur für solche Modelle schaffen.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2102
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.