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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Im Spannungsfeld mit Oldenburgs Hundebesitzern

08.07.2015
Betrifft: „Ganzjährige Anleinpflicht im Holz“ (NWZ vom 13. Juni)

Wann ist ein Wald ein Wald? Wir Everstener lieben unseren Stadtwald. Das Eversten Holz ist durch die zentrale Lage der Ruhepol vieler Anwohner und der einzig nahe liegende Ort, um mit Hunden rauszugehen und die Freiheit, Natur und Weite eines Waldes zu genießen.

Nun soll dieser Wald offensichtlich einen „Parkstatus” erhalten. Die ganzjährige Anleinpflicht wäre für uns Hundebesitzer ein Schlag ins Gesicht. Wir gehen seit über 20 Jahren zwei bis dreimal am Tag mit unserem Hund ins Eversten Holz und haben noch nie Probleme mit Joggern oder Kindern gehabt oder Konfliktsituationen beobachtet.

Im Gegenteil: Die Oldenburger können stolz darauf sein, wie achtsam und rücksichtsvoll hier miteinander umgegangen wird! Das wurde mir von vielen Läufern und Familien bestätigt, die wir tagtäglich im Wald treffen. Zur Brut- und Setzzeit auf das Freilaufen der Hunde zu verzichten, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Irritierend ist es da eher, dass genau zu dieser Zeit der Brunnenlauf stattfindet, bei dem mehrere Hundert Menschen gleichzeitig durch das Eversten Holz laufen. (...)

Ich kann es verstehen, wenn im Schlossgarten oder im Botanischen Garten andere Regeln für die Anleinpflicht gelten. Diese Parks sind speziell angelegt und erfüllen einen anderen Zweck. Ein Wald jedoch sollte für alle Menschen frei nutzbar sein. (...) Das gilt auch für Hundebesitzer, die – am Rande bemerkt – ja auch nicht wenig Hundesteuer zahlen. Wir wünschen uns eine weniger aufgeregte Diskussion. (...)

Leben und leben lassen...

Barbara Kruse
Oldenburg

Betrifft: „Ganzjährige Anleinpflicht im Holz“ (NWZ vom 13. Juni)

Manche Hundehalter scheinen den Begriff „Freilauffläche“ recht egoistisch zu verstehen und verderben damit die Stimmung zwischen Hundehaltern und „anderen“ Menschen. Hierzu folgender Vorfall auf dem Freilaufgelände an der Weser-Ems-Halle vom vergangenen Wochenende: junge Mutter mit dreijähriger Tochter, die dort das Radfahren übt. Gegenüber ein Tierfreund mit seinem mittelgroßen Hund, der herum rennt. „Sie sind aber mutig, das Kind hier fahren zu lassen! Mein Hund ist nicht ganz sauber, also friedlich, der läuft hier schon frei herum ...“

Wen wundert es dann, wenn manche ganz und gar gegen Freilaufflächen sind!

Werner Spaeth
Oldenburg

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