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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

„Imker sein ist hip“

24.04.2019
Frage: Herr Rathsack, Sie sind Imker und halten Bienen mitten in der Stadt. Gibt es da nicht Ärger mit den Nachbarn?
Rathsack: Nein, ich habe da noch nie Stress gehabt. Bienen haben ja an uns Menschen überhaupt kein Interesse, sondern fliegen Bäume und Blumen an. Sie wollen nur Nektar sammeln. Wir haben kein Nektar an uns, daher landen die Bienen nicht auf unser Marmeladenbrot und es gibt keine Probleme mit den Nachbarn.
Frage: Wenn ich mir morgen vornehmen, Imker zu werden...
Rathsack: ...dann sind Sie es. Es gibt niemanden, der einem vorschreibt, einen Kurs oder eine Ausbildung zu machen. Aber anzuraten ist so etwas unbedingt, weil genau da das Basiswissen vermittelt wird. Nicht nur über die Bienen, sondern auch über die rechtlichen Grundlagen. Die Bienenhaltung muss zum Beispiel beim Veterinäramt angemeldet werden.
Frage: Beim Oldenburger Imkerverein sind die Grundkurse aber sogar für 2020 bereits ausgebucht...
Rathsack: Richtig, Imker sein ist momentan total hip. Vielleicht ist es nur eine Mode, aber zu begrüßen ist es allemal. Denn ich merke bei mir selbst, dass ich durch das Hobby ein tieferes Verständnis von der Natur entwickelt habe. Ich weiß, dass alles zusammenhängt und dass man zum Beispiel nicht einfach Wespen, weil sie uns nerven, aus dem Ökosystem herausnehmen kann. Jede Art hat ihren eigenen Nutzen für die Natur.
Frage: Wie viel Zeit und Geld muss man denn als Neu-Imker investieren?
Rathsack: Insgesamt ist der Zeitaufwand überschaubar. Bei zwei Bienenvölkern rechnen ich mit ungefähr einer Stunde in der Woche. Die Kosten dafür mit dem ersten Zubehör liegen bei rund 600 bis 700 Euro. Pro Volk kann man, wenn alles normal läuft, rund zehn Kilo Honig im Jahr ernten. Durch den Verkauf kann man einen guten Teil der Kosten wieder reinholen.
Frage: Und die Bienenvölker bestellt man einfach im Internet?
Rathsack: Das geht tatsächlich, für mich persönlich ist das aber eine gruselige Vorstellung. Ich würde immer empfehlen, die Bienen über den örtlichen Imkerverein zu kaufen. Die Bienen sind dann schon an die Region, in der sie eingesetzt werden sollen, angepasst. Außerdem unterstützt man die örtlichen Imker, deren Arbeit sowie die Aus- und Fortbildung, denn auch der Verkauf von Bienen trägt dazu bei, das Hobby zu finanzieren.
Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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