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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Initiative der Grünen für viele rotes Tuch

14.01.2014
Betrifft: „Grüne wollen Radfahrer auf Straße holen“ (NWZ  vom 8. Januar)

Als Neuoldenburgerin und Aktive beim ADFC bekam ich vor einigen Wochen wieder den Beweis, wie gefährlich das Radfahren auf Radwegen ist: Ein Mann wurde Ecke Bremer Straße/Schützenhofstraße von einem LKW beim Abbiegen erfasst und getötet. Deswegen fahre ich grundsätzlich bei nicht benutzungspflichtigen Radwegen auf der Fahrbahn. Dadurch bin ich sicherer beim Abbiegen, weil auch LKW und Busse mich dann sehen. Bei Einhaltung des Sicherheitsabstandes von ca. 150 cm von der Bordsteinkante können Autos mich nur dann überholen, wenn die andere Gegenfahrbahn frei ist, so dass ich nicht in Bedrängnis gebracht werden kann durch zu dichtes Vorbeifahren des überholenden Autos. Außerdem gerate ich nicht in Gefahr, wenn Beifahrer in am Straßenrand parkenden Autos unvermittelt die Tür öffnen. Auch dabei ist doch vor nicht allzu langer Zeit eine Frau verstorben, weil sie dabei so schwer stürzte.

Renate Britz
Oldenburg

Als Autofahrer und passionierter Fahrradfahrer las ich den Beitrag mit großem Interesse. Allerdings vermisste ich – auch vom zitierten Polizeivertreter – einen expliziten Hinweis auf die Rechtslage einer Situation, die scheinbar immer wieder Autofahrer überfordert. Ich meine damit die Gehwege, die mit dem (blauen) Zeichen 239 (Gehweg) und dem Zusatz Radfahrer frei markiert sind. Diese Wege sind und bleiben Gehwege, es besteht nach StVO keine Benutzungspflicht für Fahrradfahrer, auch wenn sie von ihnen benutzt werden dürfen. Tun sie es dennoch, müssen sie ihre Geschwindigkeit den Fußgängern anpassen. Es macht also als Radfahrer wenig Sinn, den Gehweg zu benutzen, wenn man schneller als 6 km/h fahren will. Im Stadtgebiet gibt es eine Vielzahl dieser Wege, wie z.B. Bürgerbuschweg, Brookweg, Rauhehorst und die im Artikel genannte Auguststraße. Teilweise werden die Radfahrer spontan und ohne Schutz durch eine Fahrbahnmarkierung auf die Straße geleitet (...). Ich möchte hier keine Fronten aufbauen, sondern für ein faires Miteinander auf der Straße werben und die Autofahrer bitten, zu akzeptieren, dass auch Radfahrer Rechte besitzen. (...)

Franz Klaas
Oldenburg

Folgende Gegebenheiten sprechen aus meiner Sicht als täglicher Radfahrer in der Stadt gegen das gemeinschaftliche Fahren von Radfahrern und motorisiertem Verkehr auf gleicher Fahrbahn:

1.) Wegen der unterschiedlich möglichen Geschwindigkeit von 20, 30 und 50 km/h entstehen unnötige (...) Verzögerungen. Vielleicht könnten Busse ihre Zeiten nicht einhalten. Überholen ist oft nicht möglich oder geht mit Gefahren einher.

2.) Bei Eis und Schnee kommen Radfahrer manchmal zu Fall oder müssen absteigen. Dabei kann es zu Auffahrunfällen kommen.

3.) Erhöhte Gefahr während der Dunkelheit. Autofahrer können durch die Scheinwerfer des entgegenkommenden Verkehrs derart geblendet werden, dass ein Radfahrer nicht erkannt wird. (...)

4.) Wozu kann es kommen, wenn Radfahrer sich einer Ampelkreuzung nähern? Die Überkreuzung für Radfahrer ist nicht auf der Fahrbahn vorgesehen, sondern an einer separaten Stelle, an der die Ampel auch meistens etwas vor dem anderen Verkehr auf Grün schaltet, um den Radfahrern und Fußgängern einen „Vorsprung“ zu geben.

5.) Sollte der Fahrradverkehr an bestimmten Stellen auf die Fahrbahn verlegt werden müssen, weil z.B. auf dem Bürgersteig zu wenig Platz ist, sollte zur Sicherheit auf der Fahrbahn ein farblich hervorgehobener Fahrradweg angelegt werden. (...)

Kurt Müller-Meinhard
Oldenburg

Die Grünen setzen sich für die Aufhebung der Radwegebenutzung ein, weil dadurch angeblich mehr Sicherheit für Radfahrer entsteht. Erst kürzlich wurde ein älterer Radfahrer von einem abbiegenden LKW tödlich überrollt. Das war an der Ecke Bremer Straße/Schützenhofstraße. Dort ist die Radfahrerspur direkt auf der Fahrbahn! Stellt sich auch die Frage, wie man sich das beim Linksabbiegen vorstellt? Der Radler wird sich folgerichtig links einordnen und in der Fahrbahnmitte (hoffentlich!) den Gegenverkehr durchlassen. Bekanntlich haben längst nicht alle Fahrräder einen Nabendynamo in Verbindung mit moderner Standlichtfunktion. Da steht er nun also in der dunklen Jahreszeit unbeleuchtet – womöglich bei Regen und voller Gottvertrauen mitten auf der Fahrbahn!

An Einmündungen rechts lauert die nächste Gefahr. Zwar dürfen Radfahrer z.B. an Kreuzungen an wartenden Fahrzeugen unter größter Vorsicht und nur bei klarer Verkehrslage rechts an den Kfz vorbei nach vorne fahren. Wenn aber z.B. ein abbiegewilliger LKW-Fahrer beim Abbiegen zögert, um zunächst abzusichern oder etwa einen Fußgänger die Seitenstraße überqueren zu lassen, ist das m.E. schon keine klare Verkehrslage mehr. Wenn dann noch „schnell mal eben“ sich ein Radfahrer rechts vorbei zwängt, ist die Katastrophe vorprogrammiert (...).

Autofahrer werden gebremst, Radfahrer gedrängelt. Es entstehen Stress und Aggressionen. Aber es war ja schon immer die Maxime der Grünen, anderen provokativ auf den Geist zu gehen. Sie sollten sich lieber mal nützlich machen und endlich ihre unsinnige Blockadehaltung gegen einen Radweg am Pophankenweg aufgeben.

Jörg Kuhlmann
Oldenburg

Das Bild in der Zeitung spricht schon für sich. Es zeigt die Tendenz der Radfahrer, nebeneinander zu fahren, es zeigt aber auch, dass der auf dem Radweg eher mehr Sicherheit hat. Die Argumentation des Radfahrclubs, die Radfahrer könne man auf der Fahrbahn besser sehen, ist so wohl ideologisch, aber nicht logisch. Demnach müssten auch Fußgänger auf die Fahrbahn, damit man sie besser sehen kann. Da der Fußweg ohnehin von vielen Radfahrern in Besitz genommen wird, wäre das ja nur natürlich (Beispiel Haarenufer).

Im Übrigen muss ein LKW-Fahrer beim Rechtsabbiegen nicht nur auf Radfahrer Rücksicht nehmen. Man sollte eher die Radwege verbessern und vor allem das Verhalten der Radfahrer öfter kontrollieren. An vielen, wenn nicht den meisten, Unfällen sind Radfahrer (mit)schuldig.

Dr. Albrecht Glüse (Unfallchirurg)
Oldenburg

Erst wenn der LKW-Verkehr aus der Stadt verbannt wird, die Autofahrer geduldig sind, und der ÖPNV seine angekündigte Be- statt Entschleunigung überdenkt, erst dann werde ich freiwillig auf den Straßen radeln. Wenn die gesamte Innenstadt autofrei ist, dann sowieso. Aber bei diesem hohen Verkehrsaufkommen werde ich dem grünen Vorhaben keine Folge leisten. Wahrscheinlich wird der nächste Schritt sein, sämtliche Straßen in 30er-Zonen umzuwandeln. Diese grüne Welle wird vielen ein rotes Tuch sein.

Bettina Lichtner
Oldenburg

(...) Ist es doch manchmal schon recht erheiternd, nachts im Fernsehen eine Oldenburger Ratssitzung zu verfolgen, so passen sehr viele Gedanken aus dem Artikel der NWZ  gut in das Konzept unserer Grünen-Ratsmitglieder.

Hierzu noch ein paar nicht ganz ernst gemeinte Ratschläge: Sollten nicht dort, wo sie breit genug sind, die Radwege für die Autofahrer reserviert werden. Dann könnten die Radfahrer ungefährdet auf der Fahrbahn nebeneinander fahren, wie es zurzeit auf vielen Straßen wie Haarenufer, Auguststraße, Lindenallee usw., usw. normal ist. Viele Straßen könnten ja sogar ganz autofrei werden, nur noch für Radfahrer, und die Autos bekämen dann eben ein paar Autobahnkilometer mehr. Die Straßen würden geschont, der Verkehr entschleunigt, die Radfahrer nicht belästigt. Sie brauchten sich kaum an irgendwelche Verkehrsregeln zu halten, was sie normalerweise auch nur selten tun. Sie wären ohne Beleuchtung auch viel besser zu erkennen.

Oldenburg bekäme bestimmt den Preis für die radfreundlichste Stadt!

Aber mal ehrlich: Wozu ist so viel Geld für Radwege in Oldenburg ausgegeben worden? Die meisten Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt sind, geschehen doch oft durch Unachtsamkeit der Radler. Nummernschilder auch für Radfahrer würden sicher viel Gutes bewirken, ebenso eine Versicherungspflicht.

Wenn dann die Radwege noch etwas besser würden, wäre viel erreicht! (...)

Hans Rieger
Oldenburg

Mit Erstaunen haben wir die Nachricht gelesen, dass die Grünen für die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht eintreten. Unserer Meinung nach könnte diese Maßnahme allenfalls für Tempo-30-Zonen, die nicht durch wechselseitige Ausbuchtungen ein Schlangenlinienfahren der Radler erfordern, in Frage kommen. Lagen die Planer und Befürworter der separierten Radwege eigentlich damals völlig falsch? Waren die administrativen und finanziellen Anstrengungen der Gemeinden und Städte total umsonst? Dürfen sich die Radwegbenutzer nicht mehr darüber freuen, sich entspannt auf einem eigenen Fahrweg bewegen zu können, ohne sich in die Gefahr zu begeben, von einem unachtsamen Führer eines Kraftfahrzeuges angefahren zu werden? Oder sind die Grünen nur einem Anfall von Aktivismus unterlegen, weil ihnen Konstruktives nicht mehr einfällt? (...) Oder steckt vielleicht die Absicht dahinter, die dann nutzlosen Radwege den Anrainern zur Ausweitung ihrer Gartenanlagen zum Kauf anzubieten? Das würde dem permanent klammen Stadtsäckel, wenn auch nur kurzfristig, zumindest eine Verschnaufpause verschaffen.

Margot Eisbrenner,Rainer Bovensiepen
Oldenburg

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