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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Initiativen wollen Risiko-Gutachten

09.01.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T09:11:29Z 280 158

Bahn:
Initiativen wollen Risiko-Gutachten

Oldenburg Die Oldenburger Bahnlärm-Initiativen drängen weiter vehement auf den Bau einer Umgehungs-Trasse. Das machten die Vertreter von IBO (Interessengemeinschaft der Bahnanlieger in Oldenburg), LiVe (Lärmschutz und Verkehr) und ILQ (Initiative Lebensqualität an der Bahn) am Dienstagabend bei ihrem Informationsabend im Kulturzentrum PFL deutlich. „Wir fordern die Umsetzung des Ratsbeschlusses. Es müssen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden“, sagte Christian Röhlig (IBO) gegenüber der NWZ. Gleichzeitig forderte er in der Angelegenheit mehr Engagement von Oberbürgermeister Gerd Schwandner.

Nach Angaben von Röhlig hat die Bahn bereits Ende Dezember damit begonnen, die Güterzüge zu einem früheren Zeitpunkt einzusetzen. Anstatt um 5 Uhr würden Bahnanlieger bereits um 4 Uhr durch vorbeifahrende Züge geweckt. Röhlig: „Das ist eine Provokation, denn es handelt sich nicht um Container-, sondern um Kohle-Züge, die auch später fahren könnten.“

Über den aktuellen Stand im Hinblick auf die geforderte Umgehungs-Trasse informierte Ingo Splittgerber, Vorsitzender der FW-BFO, die mehr als 120 Besucher im PFL. Er war es übrigens auch, der im vergangenen Herbst ein Treffen der Initiativen-Vorstände mit Ministerpräsident David McAllister eingefädelt hatte. Splittgerber erinnerte sowohl an diesen Termin in Hannover als auch an das Treffen mit Stephan Weil, dem SPD-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl. Bei den Gesprächen mit den Politikern hatten die Initiativen ihre Argumente, Gutachten und Zahlen für eine Umgehung entlang der A 29 vorgetragen.

Nicht nur aus Gründen des Lärmschutzes, so Splittgerber, auch allein schon aus finanziellen Gründen müsste eine Trasse gebaut werden. Diese mache die extrem aufwendigen Umbauten der Bahnübergänge Alexanderstraße, Stedinger Straße und Ofenerdiek überflüssig. Eine Bauzeit von acht Jahren sei nach Aussage von Fachleuten realistisch.

Den derzeitigen Ausbau der Bestandsstrecke beurteilte Splittgerber nicht nur wegen des zusätzlichen Lärmaufkommens kritisch. Mehr Sorgen bereitet ihm die erwartete Zunahme von Zügen mit Gefahrgut. Hier forderte er ein Gutachten zum Gefahrengut-Risiko. Dieses Gutachten müsse sowohl die bestehende Stadtstrecke als auch eine Umgehungs-Trasse berücksichtigen.


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