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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Universität: Juniorprofessorin lässt aufhorchen

17.02.2016

Oldenburg Fünf Minuten hatte sie Zeit, um ihr Projekt dem Forschungsrat, zwanzig Personen, vorzustellen. Danach folgten 25 Minuten mit harten Fragen. „Da wird natürlich sehr genau geschaut, wer diese Förderung erhalten soll. Sie wollen wissen, warum gerade du die richtige Person dafür bist“, erklärt Verhulst die Anforderungen für die EU-Förderung „Starting Grant“ für Nachwuchswissenschaftler. Wie lange hat sie auf den positiven Bescheid warten müssen? „Lange!“, sagt Verhulst und lacht. Im vergangenen November war es dann soweit. Am Anfang hat sie es gar nicht glauben können, dass sie wirklich die Förderung von 1,5 Millionen Euro erhalten würde. Und dass sie einmal Juniorprofessorin in der Hörforschung sein würde, hat sie sicher auch lange nicht gedacht. Zunächst studierte sie Elektrotechnik in ihrem Heimatland Belgien. Doch ihr war schnell klar, dass sie die Hörforschung besonders reizte. „Ich liebe die Wissenschaft!“, erklärt Verhulst. Es folgte ein Master in Dänemark, für eineinhalb Jahre ging sie zudem nach Boston. Die vielen Wechsel zwischen den verschiedenen Ländern funktionierten gut, die Kinder waren noch klein und noch nicht schulpflichtig.

Seit 2013 ist Verhulst in Oldenburg und fühlt sich hier sehr wohl. „Nichts ist weit weg, alles ist mit dem Fahrrad erreichbar und die Umgebung ist sehr schön“, lobt sie die Stadt. Und wie eine echte Oldenburgerin fährt auch sie jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit.

Aber ihr Job an der Universität ist auch stressig und hektisch: Am Morgen werden unzählige Daten am Computer analysiert, die Studenten wollen auch nach dem Unterricht gut betreut werden, es gibt viele Konferenzen und strikte Abgabefristen. Aber Verhulst ist sehr motiviert. Mit ihrem Team erforscht sie insbesondere den sogenannten „versteckten Hörverlust“. Diese Art der Hörstörung wird nicht durch das Alter, sondern durch Lärm hervorgerufen und ist durch herkömmliche Tests nicht nachweisbar. Verhulst arbeitet mit ihrem Team an einer speziellen Diagnose, an die sich auch eine entsprechende Therapie anschließen kann, die auf die Bedingungen von dieser Art Hörverlust eingeht. Die Bedeutung dieses Forschungsgebiets könnte dabei deutlich zunehmen – junge Menschen hören oft täglich über Kopfhörer Musik oder besuchen gerne Festivals mit lauter Musik. „Gebt euren Ohren auch mal eine Pause“, meint Verhulst.

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Dass sie mit ihrer Arbeit vielen Menschen hilft, sei eine besonders wichtige Motivation. „Ich mag es aber auch einfach, wenn ich eine Idee habe, wie etwas funktionieren könnte und es am Ende tatsächlich klappt.“

Mit der Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC) möchte Verhulst nun vor allem ihre Arbeitsgruppe vergrößern, aber es sollen auch weitere technische Geräte damit finanziert werden. Die nächsten fünf Jahre wird Verhulst in jedem Fall an der Universität Oldenburg bleiben – einer der wichtigsten Zentren für die Hörforschung weltweit, wie sie betont. Verhulst freut sich darauf. „Es gibt noch immer vieles, was wir in Bezug auf das Hören nicht wissen.“

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