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STRAßENAUSBAU: Kaufleute fürchten um ihre Existenz

29.03.2006

OLDENBURG Die Werbegemeinschaft fühlt sich nicht ernst genommen. Gespräche brachten keinen Erfolg.

von thomas husmann OLDENBURG - Umsatzeinbußen, Entlassungen, drohende Geschäftsaufgaben: Die Kaufleute an der Donnerschweer Straße befürchten das Schlimmste, wenn ihre Straße (NWZ berichtete) ab heute für ein halbes Jahr gesperrt wird.

Zwar gilt die Sperrung im ersten Bauabschnitt nur für den Kreuzungsbereich Beverbäkstraße/Unterm Berg, die Geschäfte sind aus Richtung Pferdemarkt zu erreichen. „Doch die Sackgassensituation hat uns schon im vergangenen Jahr, als die Straße zwischen Wehdestraße und Unterm Berg gesperrt war, mit 30 Prozent Einbußen schwer zu schaffen gemacht“, sagen Claas Klünder und Herbert Köster von der Werbegemeinschaft Donnerschweer Straße.

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Und auch mit der Ausbauplanung sind die beiden nicht zufrieden: „Von den zurzeit 60 Parkplätzen fallen 30 weg.“ Besonders schlecht behandelt fühlt sich Klünder, Inhaber der Firma ICComputer. Zwar gibt es direkt vor seinem (rund 20 Meter von der Straße zurück gelegenen Geschäft) mehrere Parkplätze, doch die werden nach dem Straßenausbau nur schwer zu erreichen sein. Der Bordstein wird auf zwölf Zentimeter erhöht, und mitten vor das Gelände soll ein Baum gepflanzt werden, schimpft Klünder.

Was die Geschäftsleute allerdings am meisten stört, ist die Dickfelligkeit der Stadtverwaltung. Mehrfach habe man im vergangenen Jahr Gespräche mit ihr geführt, ohne Erfolg. „Stadtbaurat Frank-Egon Pantel hat selbstherrlich entschieden, Kritik prallt an ihm ab“, sagt Klünder. Zu Oberbürgermeister Dietmar Schütz sei man nicht vorgedrungen.

Hart trifft es an der Donnerschweer Straße Herbert Köster. Vor seinem Fernseher-Geschäft können vier bis fünf Kunden parken, nach dem Ausbau gibt es dort keinen einzigen Parkplatz.

Kritik übt die Werbegemeinschaft auch an der Umleitungsstrecke über die Maastrichter Straße. „Die Stadt hatte zugesagt, den Verkehr über die näher gelegene Messestraße zu führen, daran hält sie sich nicht“, klagen Köster und Klünder. Nun wird auch dort ab morgen gebuddelt.

Den Verlauf der Umleitungsstrecke hat die Stadtverwaltung mittlerweile korrigiert. Der weite Bogen bleibt zwar bestehen, doch läuft der Verkehr über die Wehdestraße zur Donnerschweer Straße und nicht durch die Nibelungenstraße, wie gestern mitgeteilt. Gefördert wird der Ausbau vom Land Niedersachsen, und das ruft CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Pfeiffer auf den Plan: „Wir gewähren keine Zuschüsse, damit Geschäfte geschädigt und Existenzen bedroht werden“, sagte sie gestern bei einem Ortstermin.

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