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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Kaufmannschaft fordert kurze Bauzeit

27.03.2014

Osternburg /Dammtor Eine Brücke soll Menschen verbinden, doch wenn diese baufällig wird, stehen wie im Falle der Cäcilienbrücke zunächst architektonische und technische Fragen im Fokus. Die Menschen wieder in den Mittelpunkt zu rücken, ist das Anliegen der Interessengemeinschaft Bremer Straße. Diese traf sich am Dienstagabend zu einem Positionierungsgespräch, an dem auch Rüdiger Oltmanns vom Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen und Prof. Hans-Georg Oltmanns vom Oldenburger Ingenieurbüro Oltmanns & Partner teilnahmen.

Da die Cäcilienbrücke als Verbindung zwischen der Innenstadt und Osternburg von großer Bedeutung für die Menschen und Geschäfte an der Bremer Straße ist, plädierten die Mitglieder der Interessengemeinschaft für möglichst kurze Bau- und Sperrzeiten. Andernfalls sähe man zahlreiche wirtschaftliche Existenzen und Arbeitsplätze bedroht, so der Vorsitzende Gerd Hochmann.

Dass man vergleichsweise zügig zu einer neuen Brücke kommen könnte, machte Hans-Georg Oltmanns deutlich, der als Dozent an der Jade Hochschule lehrt. Dort hat er mit sechs angehenden Bau- und Wirtschaftsingenieuren eine Machbarkeitsstudie erstellt, nach der Sperrzeiten von höchstens zwei Wochen erforderlich wären. Das Vorfertigen von Bauteilen sowie deren Anlieferung auf dem Wasserweg würde zusätzliche Zeitersparnis einbringen. Bauzeiten unter einem Jahr schließt Oltmanns jedoch aus.

Die Etappen des Planungsverfahrens zur neuen Cäcilienbrücke werden durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen vorgegeben, das als Bauherr die endgültige Entscheidung über das „Wie“ eines Neubaus fällt. Rüdiger Oltmanns gab der Kaufmannschaft einen Überblick über den Verfahrensablauf und die Möglichkeiten, Anregungen und Wünsche einzubringen. Der gesamte Planungsprozess werde strikt unter dem Vorzeichen der Transparenz stehen und eine gemeinsame Lösung mit möglichst breitem Konsens anstreben.

Als wichtigen Termin nannte er das Bürgerforum zur Neuplanung der Brücke am 4. April, 18.30 Uhr, im PFL. Dort solle es auch darum gehen, Bürgervertreter zu wählen, die bei der Entscheidungsfindung elf Sach- und Fachpreisrichtern beratend zu Seite stehen. Die Ergebnisse des Bürgerforums werden mit in die Auslobungsunterlage einfließen, die dann für zehn vorprämierte Gestaltungsentwürfe von Bürogemeinschaften (Architekten und Ingenieure) verbindlich ist.

Die Wettbewerbsbeiträge zum Neubau der Cäcilienbrücke werden der Öffentlichkeit erst am Ende des Verfahrens präsentiert werden können, um, so Rüdiger Oltmanns, die Unabhängigkeit der Entwürfe voneinander zu garantieren. Nur die Preisrichter können diese einsehen. Bis Ende des Jahres soll die erste Etappe auf dem Weg zur neuen Brücke abgeschlossen sein. Angesichts eines mehrjährigen Planungsprozesses gibt es jedoch keinen Baubeginn vor 2017.

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