• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bahnunterführung In Oldenburg: Sind 20 Millionen Euro hier gut angelegt?

14.04.2015

Krusenbusch /Kreyenbrück Die Nachbarstadtteile Krusenbusch und Kreyenbrück sind auf einer Länge von rund vier Kilometern durch die Bahnlinie Oldenburg-Osnabrück voneinander getrennt. Für eine direktere Verkehrsanbindung und damit eine bessere Erreichbarkeit des Klinikums setzt sich der Bürgerverein Krusenbusch seit Jahren ein.

Mittlerweile liegt der Schlussbericht zur Machbarkeitsstudie über den Bau einer Unterführung als Verlängerung der Klingenbergstraße bis zur Gerhard-Stalling-Straße vor. Die Studie wird aber voraussichtlich nicht dazu beitragen, dass die Bemühungen des Bürgervereins von Erfolg gekrönt sein werden. Denn Prof. Dr. Wolfgang Haller vom Ingenieurbüro SHP (Hannover) hält das Bauwerk zwar für umsetzbar, nennenswerte Entlastungswirkungen – insbesondere für die Cloppenburger Straße und die Straße An den Voßbergen (jeweils 1000 Fahrzeuge weniger pro Tag) – würden jedoch nicht eintreten.

Für die Vorsitzende des Bürgervereins, Annette Hammer, ist das allerdings kein Argument gegen den Bau des Tunnels: „An anderer Stelle Entlastung zu schaffen, war nicht das vorrangige Ziel.“ Der Bürgerverein halte an der Forderung fest, eine Verbindung für den Kfz-Verkehr zu schaffen, plädiere allerdings für eine günstigere Lösung als die vom Gutachter mit über 19,5 Millionen Euro prognostizierten Netto-Baukosten.

Die neue Straßenverbindung würde laut Studie von etwa 8000 Fahrzeugen pro Tag genutzt werden. Das geplante Unterführungsbauwerk hat eine Länge von 380 Metern, der eigentliche Tunnel soll etwa 90 Meter lang sein. Im Falle einer Realisierung erkennt der Gutachter eine „deutliche Überlastung“ des Knotenpunktes Gerhard-Stalling-Straße/Bremer Heerstraße mit 3700 zusätzlichen Fahrzeugen auf dem Müllersweg und reklamiert „akuten Handlungsbedarf“.

Als Alternative zum Straßentunnel hat das Ingenieurbüro an selber Stelle den Bau einer Brücke für den Fuß- und Radverkehr untersucht. Zur Überquerung der Bahnlinie sei eine Brückenlänge von rund 440 Metern nötig. Die Baukosten werden auf etwa vier Millionen Euro (netto) geschätzt. Nach Ansicht von Gutachter Haller ist die Verbesserung der „Nahmobilität“ zwischen den beiden Stadtteilen weniger aufwendig mit dieser Brücke zu erreichen. Den Nutzen eines solchen Bauwerks stellt Bürgervereinsvorsitzende Annette Hammer indes in Frage: „Das hilft uns nicht weiter. Davon könnte allenfalls das am Bahndamm geplante Baugebiet profitieren.“

Als Ersatz für die marode Fußgängerbrücke im Zuge der Bümmersteder Tredde ist auf Höhe der Tweelbäker Tredde ohnehin der Bau eines Fußgängertunnels geplant. SPD-Ratsherr Renke Meerbothe hatte in der jüngsten Jahreshauptversammlung des Krusenbuscher Bürgervereins angekündigt, dass dafür Mittel im Haushalt 2016 vorgesehen sind. Verhandlungen mit der Bahn sollen bis Mitte 2015 abgeschlossen werden.

Der Schlussbericht zur Machbarkeitsstudie wird am Montag, 20. April, im Verkehrsausschuss (ab 17 Uhr im Technischen Rathaus, Industriestraße 1) vorgestellt.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2114
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.
DIE WIRTSCHAFT

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.