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NWZonline.de Region

Klinikum Oldenburg wächst weiter

06.11.2017

Oldenburg Nach der Großbaustelle ist vor der noch größeren Baustelle: Eine Erweiterung des Klinikums Oldenburg im dreistelligen Millionenbereich kündigte Vorstand Dr. Dirk Tenzer am Samstag während der feierlichen Eröffnung des neuen Hybrid-OPs an. Das Geld stammt vor allem aus dem Sondervermögen des Landes Niedersachsen für Krankenhäuser. Durch diese Erweiterung werde sich das Klinikum mindestens so verändern wie durch den Umzug vom Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital nach Kreyenbrück, sagte Dr. Tenzer.

Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) erklärte in ihrer Rede, dass sie das für gut angelegtes Geld halte, da gerade die Kooperation der drei Oldenburger Kliniken richtungsweisend und kein ruinöser Krankenhauswettbewerb sei. „Das wünschen wir uns für alle unsere Häuser in Niedersachsen“, meinte sie und hielt ein Plädoyer gegen die weitere Ökonomisierung der Medizin. „Patienten sind keine Kunden, sondern Menschen, die Hilfe brauchen.“ Und dazu gehört in ihren Augen auch, dass die Krankenkassen einen höheren Schlüssel in der Pflege refinanzieren. Für das Klinikum Oldenburg geht sie davon aus, dass es weiter in der Spitzengruppe der Krankenhäuser in Niedersachsen mitsegeln wird.

Im Klinikum in Kreyenbrück werden jährlich 25 000 kleinere und größere Operationen in 21 OP-Sälen vorgenommen. Davon liegen nun zehn statt bisher acht in jenem zentralen OP-Gebäude, dessen Sanierung und Erweiterung bei laufendem Betrieb am Samstag nach acht Jahren abgeschlossen wurde. 53,3 Millionen Euro – davon 24,3 Millionen Eigenmittel vom Klinikum – wurden investiert.

Letzter Baustein dazu war der sogenannte Hybrid-OP – ein Ort, in dem Herzkatheterlabor und OP verschmelzen: Er ist mit modernen bildgebenden Verfahren ausgestattet. Kardiologen, Herz- und Gefäßchirurgen, Radiologen und Anästhesisten arbeiten auf der Basis dreidimensionaler Echtzeitaufnahmen Hand in Hand.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bedankte sich bei Cornelia Rundt, dass die Ministerin für den Medizinstandort Oldenburg als Maximalversorger für den Nordwesten immer ein offenes Ohr gehabt habe. Mit Blick auf die Entwicklung der Oldenburger Universitätsmedizin im Klinikum, Pius-Hospital und Evangelischem Krankenhaus gab Krogmann allerdings zu verstehen, dass Kommune und Kirchen mehr finanzielle Unterstützung bräuchten. Da dürfe Oldenburg mit der European Medical School nicht schlechter als die Medizin-Wissenschaftsstandorte Göttingen und Hannover gestellt werden.

Krogmann, eben selbst von einer Herz-OP genesen, drückte seinen Stolz auf die chirurgisch optimale Aufstellung in den neuen Operationssälen aus. Dennoch sei alles nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Menschen. „Das habe ich ja gerade selbst erfahren.“

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