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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Kontroverse zum Entwurf für Marktplatz

05.09.2017
Betrifft: „BLB Immobilien plant neues Marktcarré“ (NWZ vom 31. August und weitere Berichte zu diesem Thema)

„Der weiße Riese“. Gruselig. Passt überhaupt nicht zu der Prägung des Marktes durch den Rotklinker von Rathaus und Lambertikirche. Sieht aus, als hätte jemand eine bestehende, historische Fassadenfront komplett mit Rigips-Platten zugetackert. Das hat den Charme eines vollverkachelten Sektionssaales. Da waren ja schon die Großherzöge vor Jahrhunderten mit ihrem für damalige Zeiten sensationell quietschgelben Schloss mutiger und origineller.

Henning Schröder Oldenburg

 Die Gebäude Markt4/5 und 6 sind noch nicht einmal 50 Jahre alt und sollen abgerissen werden, weil sich eine Sanierung angeblich nicht rechnet. Die Lebensdauer von Architektur ist ja inzwischen erschreckend kurz.

Im Interesse der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sowie aus Respekt gegenüber der Entwurfs- und Handwerksleistung aus dem Beginn der 1970er Jahre kann doch nur eine Weiterentwicklung und behutsame Fortschreibung des Bestandes in Frage kommen.

Nicht nur die Gebäude am Markt, sondern auch die anderen Häuser aus unterschiedlichen Epochen (Achternstr. 35 sogar aus dem Jahre 1853) haben ihre Existenzberechtigung und tragen zur Vielfalt und Identität der Stadtkernbebauung bei.

Friedrich Precht Oldenburg

 Das geht gar nicht. Solch ein Klotz neben Rathaus und Lamberti, nein danke. Außerdem sollte die Fassade zumindest aus einem, dem Umfeld angepassten, Klinker bestehen. Hoffentlich setzen sich hier die Verantwortlichen durch.

Hans-Gerd Menke Oldenburg

 Uns gefällt der Entwurf nicht. Giebel sind zwar gut, aber die Fassade wirkt gesichtslos, denn es ist eine zu große einheitliche Fläche.

Warum können nicht die einzelnen Gebäude zwar zusammenpassend, aber etwas unterschiedlich gestaltet werden.

Wieble und Klaus      Weishaupt Oldenburg

Gleich vorweg: keiner der Entwürfe hat mir gefallen. Es dürfte sich in Deutschland wohl nicht oft die Gelegenheit bieten, einem zentralen Platz in der Stadt ein neues Gesicht zu verleihen. Und dann werden Entwürfe präsentiert, die Langeweile und Einfallslosigkeit ausstrahlen. Als Laie frage ich mich, ob man sich da nicht etwas mehr Mühe hätte geben können.

Es fängt doch wohl schon an mit der Frage, was man zu Marktcarré assoziiert. Mir fällt dazu Offenheit, einladend und freundlich ein. Die gezeigten Entwürfe erlebe ich als abweisend. (...) Wo bleibt da innovative Architektur? Manches Bürogebäude strahlt da mehr aus. (...)

Die teilweise Neugestaltung des Marktplatzes muss als einmalige städtebauliche Chance verstanden und genutzt werden. Mir erklärt sich nicht, warum das denkmalgeschützte Eckhaus unbedingt stehen bleiben muss. Denn ohne dieses wäre erst sicherlich eine gefälligere Planung möglich. Vor Jahren hat man das sog. Neckermann-Gebäude, feinster Jugendstil, ja auch abgerissen.

Ich bin nicht der Meinung, dass das Carrè unbedingt im Baustil zu dem Vorhandenen passen muss. Gerade etwas völlig anderes, das den Blick auf sich zieht und so einen Drei-, bzw. Vierklang vom Schloss über Lambertikirche und Rathaus herstellt, könnte eine Klammer über Jahrhunderte sein und gleichzeitig eine Vision in die Zukunft.

Vielleicht sollte man bei solchen Großprojekten Bewertungen und Beratung von Ortsfremden und auch Laien nutzen, die mit dem Blick von außen eine Beurteilung treffen. Bauherrn, Bürgermeister und Ratsmitgliedern und nicht zuletzt den Architekturbüros würde ich zur Rettung des Vorhabens eine Reise nach Skandinavien empfehlen.

Die schwedischen Städte Malmö und Halmstadt zeigen mit moderner Architektur auf aufgegebenem Werftgelände die Möglichkeiten einer modernen und innovativen Architektur.

Charlotte von Olearius Oldenburg

Es bleibt ein Rätsel, wie ein Architekt der Moderne den Galeria-Kaufhof-Würfel in dieses Ambiente setzen konnte. Die nachträgliche Verglasung belässt es bei einem bizarren Fremdkörper.

Und jetzt das geplante Marktcarree als weiterer Anschlag der Bauhaus-Modernisten auf die physiologische Ästhetik der Mehrheit der Menschen, die nun einmal mit weißen Rasterfassaden in ihrer Kargheit nichts anfangen kann.

Man braucht nur am Betonbunker der Bundesbank oder am einst hochgelobten Finanzamt vorbeischlendern, um die Lebenslügen „moderner“ Architektur hautnah zu erleben und sich gruselnd abzuwenden. Hubert Paluch Oldenburg

 Unser Wohnzimmer – so nennt die NWZ den Oldenburger Marktplatz und hat damit mehr als Recht. (...)

Da steht eine banale neugotische Kirche, hinter deren Mauern unsere fortschrittlichen Vorfahren 1885 die enorme Qualität des klassizistischen Kubus versteckt haben. Da sehen wir ein Rathaus, das mit dem der Schildbürger nicht nur den dreieckigen Grundriss gemein hat.

Denn zugunsten solcher Konfektionsware des Historismus wurde 1886 der schmucke barocke Vorgängerbau von 1641 abgerissen (...). Das Eckhaus am Eingang zur Achternstraße zeigt 1908 nicht etwa den Jugendstil seiner Zeit, sondern den betulichen und traditionslosen Rückgriff auf Biedermeier. Durchaus repräsentativ für die damalige Baukunst ist zwar 1911 die Spar- und Leihbank (heute BLB) an der Ostseite, mit ihrer Kolossalordnung allerdings maßstäblich fremd. Beim Anblick der Kaufhausfassade links daneben ist nur Peinlichkeit zu verspüren.

(...) Und in dieser Anhäufung von Problematik soll es nun ein „Marktcarré” richten? Das wäre für diese bedeutungsarme Platzwand, wo noch die 70er und 80er Jahre ihren Anteil am Mittelmaß zur Schau stellen, eine Überforderung. Was tut nun der erste Preis? Das, was in solchen Wettbewerben nützt: Er lügt höflich. Denn die betonte Giebelreihung täuscht eine unvorhandene Parzellenstruktur vor, die durchgehende Rasterabläufe im Inneren kaschiert. Doch die Fassade des Gewinners hat immerhin eine ehrliche Verlegenheit. (...)

Zum stilistischen Allerlei unseres Wohnzimmers könnte sich jetzt einmal ein Objekt gesellen, zwar ohne überzeugend eigene Formsprache, aber den Kompromiss wenigstens nicht durch Spielerei mit historistischen Kleinteiligkeiten noch weiter kompromittierend.

Im Ensemble der Marktmöblierung wäre eine karge, schlichte Lösung (nach der üblichen Eingewöhnung) als wohltuend bescheiden durchaus am Platze. (...)

Ivo Kügel Oldenburg

 Bestimmt die Funktion die Form oder die Form die Funktion? Wie sich die Zeiten ändern: bei den Schloss-Höfen wurde über den städtebaulichen Zusammenhang von Inhalt und Gestaltung noch vielseitig öffentlich diskutiert.

Heute haben wir einen einen anderen Stadtrat und einen anderen Stadtbaurat, da ist einen Öffentlichkeit wohl nicht mehr immer gewollt.

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Hier wurde mit dezent ausgewählten Teilnehmern unter der Leitung des Oldenburger Gestaltungsbeirates und der Stadtbaurätin eine Hinterzimmerentscheidung für den zentralsten Platz bevorzugt.

Manfred Murdfield Oldenburg

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