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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadt stellt sich Discounter in den Weg – und wird verklagt

13.03.2019

Kreyenbrück Der Discounter Aldi Nord Markt will seine Filiale im Kaufpark Kreyenbrück erweitern. Auf 1200 qm soll die bestehende Filiale ausgebaut werden. Eine Erweiterung des Marktes sei von besonderer Bedeutung, begründete ein Sprecher gegenüber der NWZ. Nur so ließen sich Kundenerwartungen an eine „zeitgemäße und ansprechende Sortimentsauswahl und Warenpräsentation dauerhaft“ erfüllen.

Die Stadtverwaltung blockiert die Pläne. Das Einzelhandelsentwicklungskonzept betrachte den Kaufpark zwar als Fachmarktzentrum, das Handel an diesem Standort grundsätzlich begrüße. Die geplante Erweiterungsfläche liege aber in einem Bereich, bei dem Rechtslage unklar sei, teilt die Verwaltung mit.

Der Rat hat der Veränderungssperre zugestimmt – allerdings mit Gegenstimmen. Die CDU-Fraktion unterstützt die Aldi-Pläne. „Für uns entscheidend ist, dass der Kaufpark gestärkt wird und als Kunden-Magnet attraktiv bleibt“, sagt der stellvertretenden Fraktionsvorsitzende Klaus Raschke.

Auch der örtliche Handel unterstützt die Erweiterungspläne. „Die Bevölkerung von Kreyenbrück, Bümmerstede, Krusenbusch und den Umlandgemeinden würde eine Vergrößerung des Aldi-Marktes begrüßen“, fasst Willi Kolodziej vom Vorstand der Interessengemeinschaft „Die Kreyenbrücker“ zusammen.

„Süden unterversorgt“

Der Real-Markt im Kaufpark Kreyenbrück (KPK) sei mit seinen rund 3500 m² nur etwa halb so groß wie der Markt in Etzhorn, sagt Kolodziej. „Wir gehen deshalb man von einer Unterversorgung des Stadtsüdens aus.“ Daran ändere auch der neue ca. 2400 m²€ große Aktiv-Irma-Markt an der Klingenbergstraße nichts. Hier seien viel zu wenige Parkplätze ausgewiesen worden, so dass Kunden nach seiner Beobachtung zum Real-Markt im KPK weiterführen. „Diese Situation wird sich durch den Neubau der Frerichs-Gruppe auf dem Eckgrundstück an den Voßbergen verschärfen“, befürchtet Kolodziej. Hier seien für fast 800 m² zusätzliche Verkaufsflächen oberirdisch nur zwölf Parkplätze ausgewiesen. Kolodziej wundert sich: Dieses Vorhaben sei genehmigt worden, obwohl dieser Bereich nicht im festgelegten Versorgungsbereich liege. „Was doch alles machbar ist!?“

Ein modernisierter Aldi-Markt mit breiteren Gängen und Bio-Angeboten würde den Anforderungen an eine jüngere als auch an eine ältere Kundschaft gerecht werden, ist sich der Vorstand der Interessengemeinschaft sicher. Diese Kunden würden ansonsten zu einem neuen Aldi-Markt an der Cloppenburger Straße weiterfahren. Dieser Markt liege übrigens auch außerhalb des für Einzelhandel vorgesehenen Entwicklungsbereichs, sagt Kolodziej.

Bereits im November 2017 hat Aldi nach eigenen Angaben eine Bauvoranfrage an die Stadtverwaltung gestellt. „Leider haben wir trotz mehrmaliger Aufforderung an das Planungsamt hierzu keinen rechtsmittelfähigen Bescheid erhalten. Daraufhin haben wir uns gezwungen gesehen, eine Untätigkeitsklage gegen die Behörde einzureichen“, erläuterte ein Sprecher der NWZ.

Die Veränderungssperre sei „unglücklich“, sagte der Aldi-Sprecher. Ein „klärendes Gespräch mit dem Oberbürgermeister“ sei nicht zustande gekommen, „da auch hier eine Rückmeldung ausblieb“. Grundsätzlich verfolge Aldi weiterhin den Plan, die Filiale zu erweitern.

Architekten planen

Der Kaufpark Kreyenbrück selbst selbst will sich ebenfalls weiterentwickeln. „Die Architekten machen sich Gedanken“, sagte „Unser Ziel ist es, den Standort nachhaltig zu sichern“, sagte der Geschäftsführer der Firma Helmut Lange (Delmenhorst), Wolfgang Bich der NWZ. „Wir verstehen uns als Versorger für den Stadtteil und angrenzende Gemeinden und wollen uns den Bedürfnissen der Kunden anpassen.“

Das Center in der jetzigen Form wurde im Oktober 2002 eröffnet. Davor bestand ein Verbrauchermarkt, dem ein Helmut-Lange-Möbelhaus vorausging. Die Helmut Lange GmbH versteht sich als regionales mittelständisches Unternehmen.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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