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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Moor In Kreyenbrück: Wüschemeer braucht mehr Wasser

21.05.2019

Kreyenbrück Dieses Meer ist in Wirklichkeit ein Moor – und dazu noch ein Relikt: Das Wüschemeer gehört zum ehemals mehrere Quadratmeter großen „Hohen Moor“ im Bereich der Stadtteile Kreyenbrück, Bümmerstede, Tweelbäke und Krusenbusch. Ob das Landschaftsschutzgebiet nun das Meer im Namen trägt und eigentlich ein Moor ist, ist egal, Fakt aber ist: Es mangelt dem Areal zwischen Bahnhofsallee, Dwaschweg, Am Wüschemeer und Carl-Friedrich-Gauß-Straße an Wasser.

„Es hat ja keinen Zulauf und lebt vom Regen“, erklärt Wolfgang Oehrl. Der Oldenburger beobachtet die Entwicklung des Areals nicht nur aus der Ferne. Er mischt sich auch tatkräftig ein – zusammen mit seinen Mitstreitern, die allerdings im Laufe der Zeit weniger geworden sind.

Im Jahr 1988 hat Oehrl zusammen mit Anliegern die Gruppe „Freunde des Wüschemeeres“ gegründet. Sie kümmerten sich von Anfang an um die Sauberkeit, nehmen immer regelmäßig an der Aktion „Oldenburg räumt auf“ teil, geben der Stadt aber auch Hinweise über den Zustand des Gebietes und auf notwendige Birkenrodungen. Birkengewächse entziehen den Torfmoosen nämlich das Wasser. „Es muss jetzt dringend etwas getan werden“, schlägt Oehrl jetzt Alarm.

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Er spricht sogar von einem Notfall. „Die letzte Begehung offenbarte einen erschreckenden Rückgang der Uferzone“, berichtet Wolfgang Oehrl der NWZ. „Viel weniger Wasser. Das Schilf nimmt etwa ein Drittel der früheren Wasserfläche ein. Wollgras ist noch vorhanden, aber das Torfmoos nur noch sporadisch.“ Das Wüschemeer verlande immer mehr.

Ist die Lage auch aus Sicht der Stadt als Untere Naturschutzbehörde so dramatisch? Die NWZ hat nachgefragt.

Wie kommt es zu dieser Entwicklung im Moor ?

Laut Stadt hat das extrem trockene Jahr 2018 zu einem starken Absinken des Grundwasserstandes und des gebietseigenen Moorwasserstandes geführt. Aufgrund der noch nicht ausreichenden Regenmenge in 2019 sei der Wasserstand im kleinen Hochmoorrelikt aktuell besonders niedrig. Insbesondere die hochmoortypischen Arten im Wüschemeer hätten aufgrund der aktuellen Trockenheit sehr ungünstige Bedingungen. Aktuell wäre dringend ein anhaltender Regen vonnöten, der den gebietseigenen Moorwasserstand erhöht und die Abflüsse am Rande in das darunter liegende Grundwasser reduziert.

Bereits in normalen Jahren sei der gebietseigene Wasserstand für die hochmoortypische Vegetation leider nicht mehr optimal, so die Stadt. Das hätten wissenschaftliche Untersuchungen der Universität Oldenburg ergeben. Aufgrund der isolierten Lage im bebauten Ortsteil Kreyenbrück, mit einer entsprechenden Siedlungsentwässerung, sei das Moor auch bei einem durchschnittlichen Witterungsverlauf zu trocken. Die Rahmenbedingungen zur Anhebung des Moorwasserstandes seien nicht mehr gegeben.

Wie kümmert sich die Stadt um das Gebiet ?

Der kleinflächige Bereich neben der zentralen Wasserfläche wird nach Angaben der Naturschutzbehörde entkusselt, das heißt, mit großem Aufwand von Birken freigestellt. Hier befänden sich noch Torfmoose und weitere typische Arten der Hochmoore, wie Wollgras und Rosmarinheide. Die Birke findet in den trockenen Bereichen, die im Gebiet überwiegen, optimale Wuchs- und Keimbedingungen vor. Das Entfernen der Birken sei deshalb sehr zeit- und arbeitsintensiv. „Es besteht ein Missverhältnis zwischen dem Aufwand und dem erzielbaren Ergebnis“, sagt die Verwaltung. Es könne eine weitgehend intakte Hochmoorfläche der Stadt im Everstenmoor mit geringem Aufwand auf sechs Hektar Fläche komplett gehölzfrei gehalten werden. „Im wesentlich kleineren Wüschemeer ist etwas Vergleichbares nicht möglich. Deshalb wird der Randbereich der freien Vegetationsentwicklung überlassen. Dort wird sich ein naturnaher Moorbirkenwald entwickeln.“

Wann ist ein Einsatz im Wüschemeer geplant ?

Die nächsten Pflegearbeiten erfolgen laut Stadtverwaltung nach der Brut- und Setzzeit – im kommenden Herbst beziehungsweise Winter.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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