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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Flüchtlinge: Kreyenbrücker wollen mithelfen

13.11.2015

Kreyenbrück Die minderjährigen Flüchtlinge, die ohne ein Elternteil aus Syrien, Irak oder Afghanistan geflohen sind und ab 1. Januar 2016 in der Unterkunft an der Presuhnstraße untergebracht werden sollen, können sich auf einen freundlichen Empfang der Kreyenbrücker freuen. So äußerten sich die meisten Teilnehmer am Mittwoch beim Infoabend im Pfarrheim von St. Michael. Hans Kozlowski und Guido Ramke vom Amt für Jugend und Familie stellten die Pläne vor.

Unbegleitete Minderjährige dürfen laut Gesetz nicht zusammen mit den anderen Flüchtlingen wohnen. „Die Wohngruppe an der Presuhnstraße wird etwa 16 junge Menschen aufnehmen“, sagte Kozlowski. Neun Betreuer sind für diese Gruppe vorgesehen. Darunter Dolmetscher und Sozialarbeiter. „Mindestens ein Betreuer ist immer im Haus, auch nachts.“

Die meisten der rund 80 Teilnehmer äußerten sich interessiert und unterstützend. Sie boten unter anderem ehrenamtliche Mithilfe an. „Ich möchte gern ehrenamtlich Sprachunterricht geben“, sagte eine Zuhörerin und bat um entsprechendes Übersetzungsmaterial. „Wann können wir die Einrichtung denn in Augenschein nehmen“, fragte eine andere Frau. „Wir werden frühzeitig die Nachbarn zu einer Besichtigung einladen“, versprach Ramke.

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„Das könnte man doch auch mit einem Kennenlernen verbinden und gemeinsam kochen“, war ein Vorschlag. „Weil das Essen aus diesen Ländern immer so lecker schmeckt“, wurde noch nachgeschoben.

Die unbegleiteten Jugendlichen sind im Durchschnitt 15 bis 16 Jahre alt. Nach der Aufnahme, die einen umfassenden Gesundheitscheck beinhaltet, gehen sie regelmäßig zur Schule und verbringen den Tag wie andere Jugendliche auch. „Viele wollen auch am Nachmittag noch Sprachunterricht nehmen“, weiß Kozlowski. Maximal drei Monate bleiben sie an der Presuhnstraße. „Ein Drittel können wir vorher bei Familienangehörigen unterbringen oder auf andere Stellen verteilen“, sagte Kozlowski.

„Die Willkommenskultur in Kreyenbrück ist grundsätzlich sehr positiv ausgeprägt, das merken wir auch an der Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen im ehemaligen Parkhotel“, hat Pfarrer Christoph Sibbel von der Katholischen Gemeinde St. Josef festgestellt. Das bestätigt Pastorin Susanne Duwe vom evangelischen Pfarrbezirk Kreyenbrück: „Unser Ökumenischer Unterstützerkreis hat sehr gute Erfahrungen auch mit den vielen jungen Männern in den Flüchtlingsunterkünften gemacht, die wollen alle nur möglichst schnell arbeiten und die Sprache lernen.“

Es wurden auch Bedenken, Ängste und Unsicherheiten angemeldet, die aber durch die Mitarbeiter der Stadt, von den Pastoren und auch von vielen Teilnehmern fast immer genommen werden konnten. „Die sind alle dankbar, nach den Strapazen der Flucht ein Dach über dem Kopf zu haben“, schloss Kozlowski nach 90-minütiger Diskussion die Veranstaltung.

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