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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Nwz-Exklusiv: Leser von Wasserwerk fasziniert

12.08.2015

Oldenburg Herein in die gute Stube: Zwischen Bäumen und Büschen erscheint ein unscheinbarer Betonklotz – der Brunnen von Donnerschwee. Mit einem großen Schlüssel lässt sich die schwere Luke aufschrauben und hochklappen. Die Leserinnen und Leser drängen sich vor, um einen Blick in die „Brunnenstube“ zu werfen. Eine Leiter führt in die Tiefe hinab.

Der Weg durch den Park steht nur wenigen Oldenburgern regelmäßig offen, denn er ist nicht öffentlich zugänglich. Doch am Dienstagabend konnten die Gewinnerinnen und Gewinner der NWZ -Verlosung an einer exklusiven Rundführung durch das Wasserwerk teilnehmen. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt und durchliefen nacheinander verschiedene Bereiche des Werkes.

„Sind Sie der Wassermeister?“, fragt eine Teilnehmerin im Büro von Günter Feldhus. Der langjährige Mitarbeiter bestätigt und erläutert: Von hier aus wird das Wasserwerk komplett elektronisch gelenkt; Zahlenreihen leuchten auf zwei Bildschirmen auf. „Theoretisch könnte ich in Mallorca am Strand liegen, und Wasser in Oldenburg fließen lassen“, sagt Feldhus im Spaß. Die Erläuterungen sind kurzweilig, die Leser stellen zahlreiche Fragen.

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Günter Feldhus (kariertes Hemd) erläutert den Brunnen im Park hinter dem Wasserturm. BILD: Piet Meyer

Beeindruckende Zahlen

1896 erbaut: Das Wasserwerk Donnerschwee ist das älteste der drei Werke in Oldenburg.

10 Tiefbrunnen: 112 Liter verbraucht jeder Oldenburger pro Kopf an einem Tag. Nur ein kleiner Teil ist Trinkwasser.

Sauberes Wasser: Donnerschwee führt jährlich 750 Prüfungen durch; vorgeschrieben sind 150.

Großes Wassernetz: Mit insgesamt 1800 Kilometern Länge sind die Wasserrohre in Oldenburg länger als das Straßennetz.

Durch ein breites Fenster kann man zum „Reinwasserbehälter“ schauen. In dem Becken werden 2000 Kubikmeter Wasser durch ein zwei Meter dickes Kiesbett gefiltert und gelangen dann ins Netz.

Erstaunt über den vermeintlichen Schmutz, fragt eine Besucherin, ob die Wände auch mal gesäubert werden müssten. „Das ist Eisen, das sich absetzt, Rost könnte man sagen“, erklärt Feldhus. Nach 30 Jahren wird der Kies ausgewechselt. „Wow!“ Über diesen langen Zeitraum staunen einige.

Es riecht steinig und modrig im zehn Grad Celsius kühlen Wasserturm. Die Hälse werden lang; jeder versucht, einen Blick zur Spitze des Turmes zu erhaschen. „Der Speicher trägt ein Gewicht von 500 Autos“, erklärt Alexander Hinrichs vom Wasserwerkbetreiber EWE Netz. Während seiner humorvoll vorgetragenen Erläuterungen untersuchen die Besucher das Gebäude genau. „Hier steht alles unter Denkmalschutz. Der Schlüssel ist noch aus dem Jahr 1896 – ich will nicht wissen, wer den schon alles in der Hand hatte“, erzählt Hinrichs.

Holger Oeltjebruns von EWE Netz erläutert, wie Wasser aufbereitet wird und auf welchem Wege es sauber in die Haushalte kommt. Edeltraut Rinck ist erstaunt: „Bei den vielen Landwirten in der Umgebung hätte ich nicht gedacht, dass das Wasser so sauber ist und so wenig Nitrat enthält.“ Uwe Sonnenberg wohnt seit 20 Jahren in Donnerschwee und freute sich, endlich mal hinter die Kulissen zu blicken: „Man fährt immer um dieses riesige Gelände herum. Irre interessant, was sich hier abspielt.“


Mehr Fotos unter   www.nwzonline/fotos-oldenburg.de 
Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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