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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Maßgeschneiderte Hilfe für Wuppertaler Fußballfans

28.02.2017

Oldenburg An das Wuppertaler Stadion am Zoo haben Oldenburger Fußballfans gute Erinnerungen. Der VfB machte in der altehrwürdigen Arena am 10. Juni 1990 mit einem 2:1-Sieg den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt. Das ist jetzt mehr als 25 Jahre her – nun rückt ein Oldenburger die Heimspielstätte des West-Regionalligisten Wuppertaler SV wieder ins Blickfeld: Olav Wickmann, Student der Angewandten Geodäsie an der Jade Hochschule, hat sich mit dem 1924 erbauten Stadion, eine ehemalige Radrennbahn, in seiner Abschlussarbeit eingehend beschäftigt. Wickmann, eigentlich Fan des FC St. Pauli, vermaß die Nordtribüne, um die Grundlage für eine Überdachung zu schaffen.

Durch Wickmanns Bachelorarbeit bekommt die Wuppertaler Stadioninitiative „Ein Dach für die Nord“ Rückenwind. Seit mehreren Jahren sammeln WSV-Anhänger Geld für das Vorhaben, die 2008 durch den Einsatz von Langzeitarbeitslosen erneuerte Fantribüne auf der Nordseite des Stadions mit einem Dach zu versehen. Betreut und unterstützt wurde der 42-jährige Student dabei vom Ingenieurbüro Bauer & Gelhausen aus dem oberbergischen Nümbrecht. Chef Uli Bauer ist schon seit frühester Jugend Fan des WSV. Er hatte die Kontakte zum Verein „Ein Dach für die Nord“ geknüpft.

Um ein genaues räumliches Modell erstellen zu können, kombinierte Olav Wickmann zwei Messverfahren – Laserscanning und photogrammetrische Messungen mit einer Drohne. An zwei Tagen nahm Wickmann vor Ort mit dem Laserscanner von 15 Messpunkten eine 360°-Ansicht auf und erzeugte daraus eine „Punktwolke“, die er dann mit 3D-Daten aus den Fotos der Drohne zusammenfügte. Das daraus entstandene dreidimensionale Modell können Architekten als Grundlage ihrer Planungen nutzen. Besondere Herausforderung: Das Stadion steht unter Denkmalschutz.

Nachdem Wickmann 25 Jahre als Elektroniker gearbeitet hatte, wollte er noch einmal etwas anderes machen – nämlich studieren. Es folgten vier Jahre Abendschule, Nebenjobs als Yogalehrer und dann das Studium der Angewandten Geodäsie an der Jade Hochschule. Für den gebürtigen Lübecker hat es sich gelohnt, denn er macht nun genau das, was er machen möchte. Und das macht er gut, denn nach seiner Praxisphase und der an der Jade Hochschule von Prof. Dr. Thomas Luhmann betreuten Bachelorarbeit winkt ihm schon ein Anschlussvertrag.

Ob die 4500 Besucher fassende Nordtribüne in Wuppertal tatsächlich überdacht wird, ist noch nicht klar, da die Finanzierung nach wie vor nicht gesichert ist. Aber auch hierbei könnten Wickmanns Messungen helfen: Das Modell könnte auf dem 3D-Drucker ausgedruckt und als Souvenir verkauft werden. Das unterstützt Olav Wickmann gerne – auch wenn sein Herz für einen anderen Verein schlägt.
Zu zwei Tagen der offenen Tür lädt die Abteilung Geoinformation der Jade Hochschule am Mittwoch und Donnerstag, 5./6. April, jeweils von 10 bis 14 Uhr am Studienort Oldenburg (Ofener Straße 16/19) ein. Dort werden unter anderem die Studiengänge Angewandte Geodäsie, Geoinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation vorgestellt.


Infos und Anmeldung unter   https://www.jade-hs.de/tdot_geo 
Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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