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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Gesundheit: Medizin schiebt Oldenburgs Wirtschaft an

30.05.2013

Oldenburg Hans-Jürgen Appelrath hat es schon erlebt: Als die Uni 1985 mit der Ausbildung von Informatikern startete, bekam der Informatik-Professor und Offis-Vorstand oft zu hören, dass man Menschen ausbilde, für die es in der Region kaum Arbeit geben werde. Es kam anders. Heute werden in der Region mehr Informatiker gebraucht, als die Uni ausbilden kann. „Ähnlich wird es mit der Mediziner-Ausbildung an der European Medical School sein“, prognostizierte Appelrath, der in der neuen EMS Prodekan für Versorgungsforschung ist, am Dienstagabend auf dem Kontaktpunkt Wirtschaft vor 250 Gästen in der Spielscheune des Klinikums.

Das Klinikum in Zahlen und Fakten

Das Klinikum Oldenburg hat zurzeit 832 Betten und zählt 23 Kliniken und Institute.

Pro Jahr werden dort 34 500 Menschen stationär und 100 000 ambulant behandelt. Die Auslastung liegt bei 90 Prozent.

In den OP-Sälen werden pro Jahr etwa 20 000 Operationen vorgenommen.

71 Prozent der Patienten kommen aus dem Umland, 29 Prozent aus Oldenburg.

Der Umsatz des Klinikums lag im Jahr 2012 bei 195 Millionen Euro. Die Personalkosten machen davon etwa 117 Millionen Euro aus.

Seit 1999 firmiert das Klinikum als gemeinnützige GmbH. Einziger Gesellschafter ist die Stadt Oldenburg.

Zwei Gründe machten EMS und die hiesige Kliniklandschaft zu Motoren für die wirtschaftliche Entwicklung der Region: Die Gesundheitsbranche sei der nächste weltweite Wachstumstrend nach der I T-Revolution, zudem habe Oldenburg als Noch-nicht- Top-Region der Medizin in Deutschland „Luft nach oben“. Wachsende Medizinumsätze durch mehr ältere Menschen, mehr Gesundheitsbewusstsein und die heute langfristig erfolgreiche Behandlung vormals tödlicher Krankheiten, wirkten beschleunigend, sagte Appelrath. Die EMS werde nicht nur Beschäftigung und mehr Kaufkraft (nach seinen Prognosen mehrere Millionen Euro jährlich) an den Standort holen, sondern als Katalysator Wachstumsgrundlagen „gemeinsam zünden“.

Das Wachstum des Medizinbereichs habe – mit anderen Branchen – in Oldenburg dazu geführt, dass von 2000 bis 2012 trotz eines Arbeitsplatzverlustes von 16 000 (u.a. Industrie, Bundeswehr) die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 10 000 auf 75 000 stieg.

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Das bestätigte der Geschäftsführer des Klinikums, Dirk Tenzer. Dessen Umsatz sei seit 2008 um 34 Prozent auf 195 Millionen Euro (2012) gestiegen. Die Zahl der (rechnerischen) Vollzeitstellen stieg im gleichen Zeitraum um 16 Prozent auf heute 2000 (nach Köpfen sind es 2600). 56 Prozent der Beschäftigten (1494) wohnen in der Stadt, während 71 Prozent der Patienten aus dem (auch sehr weiten) Umland kommen.

„Damit ist die Klinik ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“, sagte Tenzer. In seinen Augen ist allerdings die unter seinem Vorgänger Rudolf Mintrop ausgebaute Kooperation der Oldenburger Kliniken Grundlage dafür, dass die EMS überhaupt entstehen konnte. Die Verflechtungen zeigten sich beispielsweise am Reha-Zentrum, das gemeinsam von den Kliniken betrieben werde.

Appelrath betonte, dass der Wert der EMS nicht nur wirtschaftlich betrachtet werden könne. Man bekomme bestens ausgebildete Fachleute in die Region, die das kulturelle Gefüge befruchteten, leiste medizinische Grundlagenforschung und erhalte ein Leuchtturmprojekt europäischer Integration für die Stadt.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt 
Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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