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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mehr Begeisterung – weniger Romantik

11.02.2016

Oldenburg „Mit Herzblut“, sagt Ulrich Gathmann, Geschäftsführer der NWZ -Mediengruppe, „wird alles gut werden!“ Die rund 100 jungen Leute, die sich am Mittwochabend im Medienhaus an der Peterstraße über Berufe in der Werbung informierten, dürften sich diesen Satz wohl für alle Zeit als Mantra bewahren – und damit auch die Rotarier zufriedenstellen.

Denn die hiesigen Clubs bieten seit über drei Jahrzehnten Schülern der Sekundarstufe II Hilfe bei der Berufswahl an und ermöglichen so Einblicke in Berufszweige und -wege, die üblicherweise unentdeckt oder gar verkannt bleiben. So bereits am Montag im Medienhaus (NWZ  berichtete), so auch bei vielen weiteren Terminen noch bis zum 19. Februar.

Einige dieser „echten Chancen“ auf dem Arbeitsmarkt stellten Nicole Wöbse und Anne-Kathrin Jelken (NWZ -Mediengestalter im 3. Ausbildungsjahr) den jungen Gästen vor: Anzeigenproduktion, Innen- und Außendienst, Marketing, Online Sales oder auch NWZTV.  Das sind nur fünf von rund 20 Ausbildungsstationen; „i-Tüpfelchen“ wie der Radio-Praktikumsmonat in Berlin und andere Weiterbildungsmöglichkeiten nicht eingerechnet. „Kreativität, Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke“ – das seien schwergewichtige Argumente, mit denen man hier gute Chancen auf eine Ausbildung habe. Junior-Mediaberater Niklas Kijek konnte das nur bestätigen, als er von seinem beruflichen Lebensplan berichtete. Diplom-Grafikdesigner Boris Niemann – Inhaber der Kommunikationsagentur „Stockwerk2“ – zeigte Bilder und Erfolge aus dem Arbeitsalltag, sprach aber auch offen über „Zick-Zack-Karrieren“ und von der schwierigen „Berufsplanung in Zeiten des Wandels“. Am Ende zähle aber immer nur eines: Begeisterung für das, was man da tut, so Gathmann.

Gleiches galt auch für die Infoveranstaltung des Rotary-Clubs tags zuvor im Staatstheater.

Wie werde ich Schauspieler? Welche Aufgaben hat ein Maskenbildner? Diese und andere Fragen zu Berufen ebenda wurden rasch und nachhaltig geklärt. Nach einer kurzen Vorstellung durch Matthias Grön wurde die Masse interessierter Jugendlicher auf die verschiedenen Berufsfelder aufgeteilt. Den kleinen Gruppen berichteten die jeweils zuständigen Mitarbeiter von ihrem Alltag.

Großes Interesse der Schülergruppe galt dem Beruf des Schauspielers und des Sängers. „Es gibt zwei Möglichkeiten, Schauspieler zu werden“, erklärte Dramaturg Jonas Hennicke. „Entweder ihr werdet an der Supermarkt-Kasse von einem bekannten Regisseur angesprochen – das passiert aber nur in den USA –, oder ihr studiert an einer Hochschule, das ist der gängigste Weg.“

Doch bis man sich „Diplom-Schauspieler“ nennen dürfe, sei es eine lange Reise. „Das ist eine Sache von Talent und Interesse“, sagte Hennicke. „Man darf sich den Job nicht zu romantisch vorstellen“, warnte auch die Dramaturgin für Oper und Konzert, Annabelle Köhler, angehende Sänger. „Das ist alles Knochenarbeit und es gibt viel Konkurrenz.“ Nur zwei bis drei Prozent aller Bewerber würden letztendlich am Theater fest eingestellt und können von ihrer Arbeit leben.

Haarig ist es hinter der Bühne: In der Maskenbildnerei werden hauptsächlich Perücken hergestellt. Eine einzige davon zu fertigen, dauere bis zu 80 Stunden, erfuhren die Schüler. Außerdem ist eine Maskenbildnerin für das Schminken der Schauspieler zuständig. „Jedes Stück ist anders“, so Maskenbildnerin Ute Brakenhoff. Natürlich werden für ein Stück auch unterschiedlichste Kulissen benötigt – bemalt würden diese zumeist im Stehen. „Man gewöhnt sich schnell daran“, beruhigte der Leiter der Abteilung, Hans-Jürgen Brunken.

Abschreckend war das nicht, im Gegenteil. In den nächsten Jahren dürften auch hier einige Bewerbungen auf die Schreibtische flattern.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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