• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mehr Rücksicht auf Brutzeit

07.06.2017
Betrifft: „Feuerwerk am See brennt in Brutzeit“ (NWZ vom 26. Mai und „Gericht bestätigt Leinenzwang“ (NWZ vom 18. Mai) zum Artenschutz

Die Veranstaltung eines Feuerwerks im Naherholungsgebiet „Swarte-Moor-See“ während der Brut- und Setzzeit ist schärfstens zu kritisieren. Ein Feuerwerk mag zu einem geeigneten Zeitpunkt und an einem geeigneten Ort hinnehmbar sein, nicht hinnehmbar ist es jedoch, wenn sowohl Zeitpunkt als auch Veranstaltungsort vollkommen ungeeignet sind.

Der „Swarte-Moor-See“ und seine nähere Umgebung sind weitgehend naturnah belassen und Lebensraum für zahlreiche freilebende Tiere, insbesondere Vogelarten. Der Gesetzgeber legt eine Brut- und Setzzeit (1. April bis 15. Juli) fest, damit die im Gebiet vorhandenen Tiere ihren Nachwuchs störungsfrei aufziehen können. (...)

Die Veranstaltung ist für die Tierwelt kein Vergnügen. Wissenschaftliche Forschungen haben ergeben, dass Vögel auf plötzlichen Lärm sehr empfindlich reagieren und enorm gestört werden. Der plötzliche Lärm und die Lichteffekte wirken als Schockerlebnis. Störpotenzial haben Feuerwerke insbesondere auch auf Fledermäuse. Das artenschutzrechtliche Störungsverbot (BNatSchG) gilt ebenfalls im Siedlungsbereich.

Die von der Stadtverwaltung angeführten Rechtfertigungsgründe können nur Kopfschütteln hervorrufen. Sicher sind andere Lärmquellen (z.B. Straßenlärm) vorhanden; daran gewöhnen sich die Tiere. Dieser Lärm ruft keine Schockwirkung hervor! Ein Gewitter mit einem Feuerwerk zu vergleichen, verstärkt das Kopfschütteln, denn ein Gewitter ist ein Naturereignis. Die Tiere spüren das aufziehende Gewitter und stellen sich darauf ein. Das geschieht bei einem Feuerwerk nicht.

Der Genehmigung des Feuerwerks stehen sowohl das artenschutzrechtliche Störungsverbot als auch die gesetzlich festgelegte Brut- und Setzzeit entgegen. Fazit: Das Feuerwerk hätte nicht genehmigt werden dürfen.

Helmut Foken
Bad Zwischenahn

 Möchte auch mal meine Meinung über die Anleinpflicht äußern. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um den „Swarte Moor“ See.

Warum müssen die Hunde dort angeleint sein? Kein Besitzer, der sein Tier kennt und weiß, dass es stöbert oder eventuell wegläuft, hält es sowieso an der Leine.

Warum erlaubt die Stadt Oldenburg, dass dort während der Brut- und Setzzeit mit 3-4 Baggern und Baufahrzeugen am Ufer gearbeitet werden darf?

Warum dürfen alle paar hundert Meter die Angler zum Teil mit Zelten und Angehörigen die Ufer besetzen? Warum dürfen mit Baggern Schneisen mitten durch den Wald angelegt werden?

Warum dürfen die Schüler ihren Sportunterricht an den See verlegen? Warum dürfen die Balkenmäher rund um den See mähen, ohne sich zu überzeugen, ob im Gras Enten sitzen?

Warum findet dort nächstes Wochenende ein Seefest statt mit Feuerwerk?

Warum dürfen die kleinen Mini Boote und Segler jeden Sonntag zu Wasser gelassen werden?

Ich jedenfalls leine meine Hunde dort nicht mehr an, die übrigens Jagd- und Begleithundeprüfungen haben, sogar mit Pass und Lichtbild.

Dagmar Cording
Oldenburg

Der Leinenzwang zur Brutzeit ist keine Willkür der Behörden. Und im Eversten Holz kann man beobachten, dass sich nicht immer alle daran halten – auch in der Brut- und Setzzeit nicht.

Im Zweifel wird auch den Spaziergängern dort ein fröhliches „Er will doch nur spielen. Der tut nichts!“ entgegengerufen. Etwas mehr Rücksicht darf erwartet werden.

Hiltrud Meyer
Oldenburg

Weitere Nachrichten:

Seefest

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.