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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mensa-Lieferant Biond ist der Appetit vergangen

14.04.2016

Oldenburg Die Zusammenarbeit der Stadt Oldenburg mit der Mensa-Cateringfirma Biond ist vom Tisch: Dem in Kassel beheimateten Bio-Schulverpfleger, der die Cäcilienschule, das Herbartgymnasium und die Grundschule Babenend mit Mittagessen beliefert, ist offenbar der Appetit vergangen. Die Firma habe von sich aus die Verträge gekündigt, bestätigte Stadt-Sprecher Reinhard Schenke auf NWZ-Nachfrage. Zu einer Verlängerung sei Biond nur bereit gewesen, wenn die Stadt ihre finanzielle Förderung „deutlich erhöht“ hätte. Auf dieser Grundlage habe auch die Stadt keine Grundlage mehr für eine weitere Zusammenarbeit gesehen, erläuterte Jan Freede, Bereichsleiter für Schulentwicklung.

Die Zusammenarbeit mit Biond lief seit dem Schuljahr 2014/2015. Die Stadt habe bisher pro Jahr einen „hohen fünfstelligen Betrag“ für alle drei Schulen zusammen gezahlt. Obwohl die Qualität und das Angebot der Speisen als „durchgängig positiv“ bewertet worden seien, habe man die gesetzten Ziele hinsichtlich der Essenszahlen während dieser Zeit „leider nicht erreicht“, hieß es am Mittwoch aus dem Schulamt. Erst im März hatte das Kasseler Unternehmen den Gastro-Stern für „100 % Bio und ein rundum Sorgloskonzept in der Schulverpflegung“ erhalten. Aktuell ist die Firma für den „Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung“ nominiert.

Die Kooperation mit Oldenburg endet nun mit dem Beginn der Sommerferien am 22. Juni. Aktuell werde für alle drei Standorte nach einer Lösung gesucht. „Eine Versorgung ist in jedem Fall gewährleistet. Dabei werden selbstverständlich weiterhin die hohen Qualitätsstandards der Oldenburger Schulverpflegung, zum Beispiel Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, berücksichtigt“, betonte Freede. „Wir sind sicher, auch durch andere Anbieter ein gutes Angebot zu bekommen, das dann deutlich preiswerter ist“, ergänzte Schenke.

In Oldenburg werden Schulmensen zur Zeit von acht verschiedenen Betreibern bewirtschaftet. Die Zahl der Essensausgaben schwankt zwischen 60 Menüs täglich (an Grundschulen) und etwa 700 (an Gesamtschulen). „Die Stadt ist im engen Austausch mit allen Beteiligten. Die bisher gute Praxis in den Oldenburger Schulen sowie die Qualitätsstandards werden aktuell in einem Mensakonzept verschriftlicht“, erklärte Freede.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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