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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Messwerte erregen die Gemüter

08.01.2019
Betrifft: „Neue Zweifel an Messstation“ (NWZ vom 5. Januar), über die Ergebnisse zur Luftverschmutzung am Heiligengeistwall

Ich stimme mit Ihnen überein, dass die Stickoxid-Belastung in Oldenburg (wie an vielen anderen Standorten) wahrscheinlich nur zu einem nicht näher bestimmbaren Teil vom Autoverkehr herrührt. Unbestritten sind jedoch die Gesamt-Emissionen an Kohlenwasserstoffen, Stickoxiden, Feinstaub, etc. durch den Autoverkehr.

Sie schreiben, Ihnen stinkt, dass Fahrverbote drohen. Fahrverbote sind nicht schlecht. Fahrverbote sind gut und müssen her, weil sie ein Weckruf sind. Fahrverbote bedeuten nicht, dass die Leute ihre Autos verschrotten müssen, bewegen sie aber dazu, beim nächsten Autokauf auf Emissionen zu achten.

Fahrverbote bedeuten nicht, dass die Industrie Mitarbeiter entlassen muss, bewegen sie aber dazu, emissions-ärmere Fahrzeuge zu entwickeln. Fahrverbote bedeuten nicht, dass die verantwortlichen Politiker zur Rechenschaft gezogen werden, bewegen sie aber dazu, die rechtlichen Rahmenbedingungen im Sinne einer saubereren Umwelt zu entwickeln.

Fahrverbote verstärken die Entwicklung von alternativen Modellen wie Kollektivverkehr, Weglassen der Mobilität oder emissionsarme Antriebe wie Elektromobilität. (...)

Was ich persönlich für einen Skandal halte: In der Sitzung am 18. September 2017 hat der Verkehrsausschuss der Stadt den Beschluss gefasst, dass mögliche Privilegien für Elektrofahrzeuge im städtischen Bereich nicht geschaffen werden sollen. Damit wurde eine wichtige Chance zur Entlastung der Emissionssituation vertan.

Kai-Uwe Bracklo
Bad Zwischenahn

Die Stellungnahme des Umweltministeriums bezüglich des möglicherweise erhöhten Verkehrsaufkommens an Heiligabend um Mitternacht ist milde gesagt lächerlich! Während der Heilige Geist durch die nach ihm benannte Straße schwebte, haben vermutlich die meisten Kaminbesitzer der wohlsituierten Umgebung genüsslich in die häuslichen Flammen gestarrt und sich womöglich auch daran erfreut, wie schön Geschenkpapier verbrennt (...). Schon einfache Holzverbrennung erzeugt große Mengen an Stickoxiden und Feinstaub. Wenn dazu die vom Kerzenfeuer belastete Luft mit durch den Schornstein entweicht, hat man schon eine mögliche Erklärung.

Jörg Kuhlmann
Oldenburg

NWZ-Leser sind verunsichert: Wer ist der Mann, der auf den Lokalseiten ständig mit einem Maßband erscheint? Hat er eine Obsession? Überprüft er bald auch bei uns allen penibel die Einhaltung aller Bauvorschriften?

Keine Sorge. Es ist investigativer Journalismus. In Deutschland droht ständig der Untergang des Abendlands – dieses Mal durch Fahrverbote für besonders umweltschädliche Autos. Dahinter steckt eine fiese Verschwörung von EU-Kommission und Deutscher Umwelthilfe. Zur Aufdeckung hat die NWZ in ein Maßband investiert, das nun immer wieder stolz auf Fotos präsentiert wird.

Ansonsten ist alles in Ordnung – wenn man eben wie die NWZ richtig misst. Hohe Kohlendioxid-Werte gibt es nicht – wenn man sie jenseits der Atmosphäre im Weltall misst. Der Schuldenstand der Stadt ist vermutlich vernachlässigbar – wenn man nur Kreditverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über 30 Jahren betrachtet. Raubüberfälle in Oldenburg kommen praktisch nicht vor – wenn als Täterkreis nur Senioren im Alter von über 70 Jahren in Betracht gezogen werden.

Na, da sind wir ja beruhigt.

Nico Lüttke
Oldenburg

(...) Mal ehrlich, die fehlerhafte Installation der Messrüsselhöhe um wenige Zentimeter ist nicht das Problem der hohen Messwerte. Letztendlich ist die Mär um die richtige Installation nur Augenwischerei und keine Ursachenforschung (...).

Dass die Messanordnung grundsätzlich zu hinterfragen ist, sehe ich genauso, da ein einzelner Messwert niemals die Stickoxidbelastung einer Großstadt widerspiegeln kann. (...) Da die Messwerte nicht ordnungsgemäß erfasst wurden, könnte vielleicht sogar die Klage der Umwelthilfe abgewiesen werden.

Puh, könnte man dann denken, Schwein gehabt. Ja, aber um was reden wir? Der „Schwarze Peter“ liegt definitiv nicht bei der Umwelthilfe, die geltendes Recht einfordert. Ebenso nicht bei der EU, die die Grenzwerte festlegt. Die machen sich gründlichste Gedanken; nicht umsonst liegen die Werte dort, wo sie festgesetzt wurden. (...)

Es geht um unsere Gesundheit! Warum werden plötzlich Faktoren, die die Gesundheit verbessern, derart klein kariert angegangen? Könnte es sein, dass es nur um unsere Gemütlichkeit geht? Ist es ein Ablenkungsmanöver? Die regierende Politik hat auf vielen Ebenen derart versagt und geschlafen. Für die angebliche „Zukunftsstadt“ Oldenburg ist ein zukunftsorientiertes Verkehrskonzept, z.B. bis hin zu einer Auto-freien Innenstadt, derart überfällig! Die Autobesitzer wurden von der Autoindustrie betrogen und belogen und werden weiterhin von den Volksvertretern im Stich gelassen. Da liegen die „Schwarzen Peter“, nicht bei den Gesetzgebern und auch nicht bei denjenigen, die das geltende Recht einfordern! Ich empfinde es daher außerordentlich bedenklich, wenn sogar die „unabhängige und überparteiliche“ Presse nun in das Horn dieser verlogenen Kleinkariertheit bläst. (...)

Dr. Florian Rommerskirchen
Oldenburg

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