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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Million im Flussbad versenkt

27.06.2007

Hat die Stadt eine Million Euro im Olantis versenkt? Das Flussbad bleibt jedenfalls bis auf weiteres geschlossen. Rot-weißes Trassierband sperrt das Areal ab, weil bei Proben immer noch 194 Keime pro 100 Milliliter gefunden wurden. Deutlich zu viel, erlaubt sind für einen Kleinbadeteich 100 Keime, das städtische Gesundheitsamt stoppt deshalb in schöner Regelmäßigkeit das Badevergnügen, zuletzt am 8. Juni. Seitdem hat kein Gast in dem Flussbad schwimmen dürfen. Der Keimwert blieb trotzdem über dem Erlaubten.

Dabei hatte sich die Firma Polyplan, die das Flussbad gebaut hat, vertraglich verpflichtet, den Grenzwert einzuhalten. „Wir haben keine neuen Erkenntnisse“, räumt Heiko Frehse, Ingenieur bei Polyplan ein, „die Wasseraufbereitung funktioniert, das Problem sind die Enten.“ Die waren zwar vorher auch schon da, doch gibt das Unternehmen der Stadt den Rat, nach Wegen zu suchen, die Enten zu vertreiben.

Für NWZ-Leser Dr. Christian Schoch, der sich seit Jahren mit dem Bau von Teichen und Filteranlagen beschäftigt, ist der Zustand keine Überraschung. „Ich habe den damaligen Oberbürgermeister schriftlich davor gewarnt“, sagt der Arzt. Denn Kies setze sich zu, Bakterien und Keime fänden einen idealen Nährboden.

Oberbürgermeister Gerd Schwandner kann die Anzahl der Keime zwar auch nicht reduzieren, möchte dafür aber die Einstufung der Anlage ändern. Denn: „Stattdessen müssten für den kleinen Abschnitt der Alten Mühlenhunte schlicht und einfach jene Werte gelten, die auch für andere Gewässer in der Umgebung vorgeschrieben sind“, schreibt der Oberbürgermeister in seiner Stadt-Kolumne. Im Klartext: Das Flussbad soll nicht mehr als Kleinbadeteich, sondern als Fluss oder Badesee eingestuft werden. Und für die gelten andere Grenzwerte – 1000 bis 2000 Keime pro 100 Milliliter, je nach Einstufung. „500 sind beste Qualität“, sagt Olantis-Sprecher Frank Hinrichs.

Tatsächlich laufen Verhandlungen zwischen Landesgesundheitsamt, Gesundheitsamt der Stadt, Unterer Wasserbehörde und städtischem Rechtsdezernat, die Einstufung des Flussbades zu ändern.

Schwandner: „Denn schließlich sind wir Oldenburg – nicht Schilda.“

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